ArrayFürstenwalde. Die besten Teilnehmer des Regionalwettbewerbes von "Jugend musiziert" haben am vergangenen Sonntag während eines zweistündigen Preisträgerkonzerts ihr Können gezeigt. Zu hören waren unter anderem Klavierduette, moderne Saxophonstücke und Gitarrensoli. Erstmals erhielten in diesem Zusammenhang auch fünf Schüler der Fürstenwalder Musik- und Kunstschule ein Jahresstipendium von dem Chemie- und Tankanlagenbau-Unternehmen Reuther GmbH. Außerdem wurden zahlreiche Sonderpreise an besonders begabte Nachwuchsmusiker überreicht.
Gl³ckliche Stipendiaten: Enrico Scharf, Stephanie Thiem, Hendrike Wiesner, Anastasia Geyer, Elisabeth Brand (v.l.).
Für die zum diesjährigen Landesausscheid qualifizierten Jugend-musiziert-Teilnehmer sollte das traditionelle Preisträgerkonzert ein entspanntes Schaulaufen ohne Wettbewerbsdruck sein. "Das Konzert gilt nur als Training für den Landeswettbewerb", sagte auch Musikschul-Leiter Ingolf Keppel.
Dennoch vermischten sich am Sonntag bereits zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn Posaunen-, Klavier- und Saxophonklänge auf dem Flur der Fürstenwalder Musikschule.
"Es geht zwar heute um nichts, ich bin aber trotzdem ziemlich aufgeregt", sagte Saxophonistin Hendrike Wiesner (15) aus Schöneiche. Sie hatte sich mit ihrer Klavierbegleitung Anastasia Geyer (18) vorher in einen Unterrichtsraum zurückgezogen, um noch einmal die schwierigen Passagen der Musikstücke zu proben.
Wenn es darauf ankommt, scheinen die beiden Musikerinnen ihr Lampenfieber jedoch im Griff zu haben, denn beim Regionalwettbewerb Nord-Ost im Januar gewannen sie nicht nur einen ersten Preis, sondern zusätzlich auch ein Stipendium des Fürstenwalder Unternehmens Reuther GmbH. "Es hat uns sehr überrascht, dass wir ausgewählt wurden. Jetzt bekommen wir ein Schuljahr lang jede Woche 45 Minuten Musikunterricht bezahlt", freute sich Pianistin Anastasia Geyer.
Insgesamt wurden fünf Stipendien im Rahmen des zweistündigen Konzertes an Schüler der Fürstenwalder Musik- und Kunstschule überreicht. "Die Reuther GmbH bemüht sich, selbst bei der schwierigen Wirtschaftslage, die Arbeitsplätze in der Stadt zu halten. Zu einer lebendigen Stadt gehört aber nicht nur die Industrie, sondern auch Kultur. Deshalb wollen wir die Musikschüler fördern", erklärte Vertriebsleiter Hartmut Heinrich. Die Stipendien sollen von nun an jedes Jahr vergeben werden.
Weitere Jugendliche konnten sich ebenfalls über Sonderpreise freuen. So erhielt beispielsweise die Eisenhüttenstädterin Isa Mallé einen von der MOZ gesponserten Geldpreis für ihre Leistungen auf der Blockflöte. Nicht nur sie begeisterte die Zuschauer an diesem Abend im Konzertsaal der Musikschule mit ihrem virtuosen Flötenspiel. Auch Johannes Staemmler (Gitarre, Frankfurt), Svenja Micheel (Klavier) und Philipp Rücker (Tenorsaxophon) aus Fürstenwalde fielen durch die Interpretation ihrer Musikstücke auf.
Gabriel Fortenbacher von der Musikschule Märkisch-Oderland war dagegen auf die Zuschauerränge verbannt. Wegen seines angebrochenen Handgelenks konnte er nicht auftreten, obwohl er beim Regionalausscheid mit der Querflöte die höchste Punktzahl erreicht hatte.
Für die Musikschüler aus dem Landkreis Oder-Spree stehen die Chancen indessen gut, dass sie beim Landeswettbewerb von "Jugend musiziert", am 27. und 28. März in Cottbus, wieder ganz vorn landen. "Wir haben ein sehr leistungsstarkes Feld. In diesem Jahr fahren 16 Fürstenwalder Musikschüler zum Landeswettbewerb. Am erfolgreichsten waren bei uns bisher immer die Fächer Klavier und Saxophon", so Regionalstellen-Leiter Ingolf Keppel.

Meist kommentierte Artikel
29.08.2010 18:46 Nachrichten
Sarrazin legt nach
15.06.10 20:15 LR Fürstenwalde
Beim 4. Kind soll ein Tragetuch genügen
23.07.10 08:01 LR Frankfurt (Oder)
Polen kaufen gern in Frankfurt ein
05.07.10 19:27 Berlin/Brandenburg
Frankfurt verliert Polizeipräsidium
19.04.10 21:06 LR Uckermark
„Korfu“ in Schutt und Asche