Donnerstag, 2. September 2010

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Aus Minus wird zum Schluss ein Plus

Breydin ArrayDie Breydiner Gemeindevertreter haben ihren Haushalt für 2009 zum zweiten Mal beschlossen. Es gab nichts nachzubessern, sondern er wurde jetzt als doppischer Haushalt verabschiedet. Die Gemeinde Breydin ist die erste im Amt Biesenthal-Barnim mit der neuen Haushaltsrechnung.

Der doppische Haushalt stellt gegenüber dem bisherigen kameralistischen nicht nur die Einnahmen und Ausgaben des Jahres gegenüber. Vielmehr gibt er Aufschluss über den Wert gemeindlichen Eigentums, der durch Abschreibungen oder teure Erschließungen sinken oder durch Mieteinnahmen stiegen kann. Mit der doppischen Haushaltsrechnung gibt es jetzt im Ergebnishaushalt in Breydin 834 400 Euro ordentliche Erträge und 1 058 300 Euro ordentliche Aufwendungen. Der Finanzhaushalt weist 751 100 Euro Einzahlungen und 1 134 200 Euro Auszahlungen aus. Dabei werden im Ergebnishaushalt auch all die Dinge erfasst, die in diesem Jahr nicht finanzwirksam werden, wie zum Beispiel Abschreibungen, erläutert Bürgermeister Peter Schmidt.

Dass es jetzt ein Defizit gibt, liegt an der doppischen Hauhaltsführung. "Nach alter Methode hätte man das ausgleichen können", erläuterte Kämmerin Michaele Müller-Lautenschläger. "Doch nach der neuen Rechnung liegt die Gemeinde zum Ende des Jahres mit 216 000 Euro im positiven Bereich".

Die erneute Behandlung des Haushalts in der Gemeindevertretung ist zur Feinjustierung genutzt worden. So schlug Bürgermeister Peter Schmidt vor, den Posten der Seniorenbetreuung um 700 Euro für die 70 Seniorengeburtstage im Jahr aufzustocken. Dem folgte die Gemeindevertretung einstimmig.

Weniger harmonisch war die Reaktion auf den Vorschlag von Schmidt, 25 000 Euro nicht für die Sanierung der Tramper Kita, sondern für die Planung einer neuen Kita auszugeben. Britta Bahnsen und Viola Kobin machten aber dringenden Reparaturbedarf für die Kita geltend. Auch Roland Gottschalk war gegen die vollständige Streichung. Es gebe eine Mängelliste, gab er zu bedenken. Ein Teil davon falle weg wie zum Beispiel die niedrigeren Trennwände zwischen den Toiletten, weil jetzt auch die Hortkinder in die Kita gehen, so der Bürgermeister. Vermutlich werde man nicht das ganze Geld für Reparaturen brauchen, so dass ein Teil der Mittel für die Planung der neuen Kita verwendet werden könnten, macht Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne einen Vorschlag zur Güte, der einstimmig akzeptiert wurde.

Ebenso einstimmig ist der Haushalt mir den beschlossenen Änderungen verabschiedet worden.



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