Biesenthal ArrayHistorische Postkarten um 1900 aus der Sammlung von Gertrud Poppe werden seit Sonnabend in der Galerie im Rathaus Biesenthal gezeigt.
Wo stand denn dieses Haus?: Biesenthals B³rgermeister AndrÚ Stahl im Gesprõch mit der Ortschronistin Gertrud Poppe. Foto: MOZ/ Kai-Uwe Krakau
"Zeitdokumente mit künstlerischem Anspruch" nannte Kuratorin Sabine Voerster in ihrer Einführung die Originale. Sie erinnerte daran, dass 1869 die erste Korrespondenzkarte auf den Markt kam. Zuvor war es üblich, Mitteilungen nur in geschlossenen Kuverts zu versenden. "Die erste klassische Ansichtskarte stellte ein Löbauer Fotograf im Jahre 1877 her", so die Künstlerin. Später gründeten sich viele Verlage, die Reiselust der Menschen machte aus Ansichtskarten eine Massenware.
Inzwischen ist der Sammlerwert dieser historischen Postkarten hoch, der Markt boomt. "Gertrud Poppe hat eine wahre Fundgrube zusammengetragen", lobte die Kuratorin die Biesenthaler Ortschronistin. Sie hoffe, so Voerster weiter, dass die Exposition auf ein großes Interesse bei den Einwohnern, aber auch den Touristen trifft. "Wann haben Sie das letzte Mal eine Ansichtskarte geschrieben?", fragte Sabine Voerster abschließend in die Runde der Vernissage-Besucher.
"Die Karten sammle ich schon seit meiner Kindheit", erzählte Gertrud Poppe. Mehr als 500 Stück stecken bereits in Alben und eigentlich seien alle Zeitepochen vertreten - eben von 1900 bis zur Gegenwart.
Die Ausstellung im Rathaus am Marktplatz ist noch bis zum 30. Mai zu sehen. Die Galerie ist dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr geöffnet. Ab Juni wird dann "Kunst im Quadrat - Malerei und Grafik aus dem Barnim" gezeigt.

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