Marienwerder ArrayZu einer ungewöhnlich heftigen Diskussion kam es am Donnerstagabend im Marienwerder gleich zu Beginn der Sitzung. Es ging eigentlich um ein Formalie, nämlich die Bestätigung der Tagesordnung. Doch der Antrag von Marienwerders Bürgermeister Mario Strebe, den Punkt 13 von der Tagesordnung zu nehmen, löste einen längeren Disput aus. Es ging um den Antrag von Danko Jur, Tonio Mohn und Rosemarie Kandale zur Bereitstellung von Mitteln für die Aufstellung des Bebauungsplans für das ehemalige Sägewerksgelände in Marienwerder. Als Gesamtkosten sind dem Beschlusspapier 66 000 Euro zu entnehmen.
"Das ging mit dem Beschluss-vorschlag hin und her. Der Amtsdirektor war dafür, dass er auf die Tagesordnung kommt, ich war dagegen", sagte Strebe. Er sei nun drauf gesetzt worden, aber er beantrage, ihn wieder runterzunehmen, so Strebe. Erst müsse die Machbarkeitsstudie abgewartet werden und das Ziel, was dort wirklich hinkommen soll, in der Gemeindevertretung diskutiert werden. Nicht zuletzt solle der Plan auch für die Vorstellungen eines künftigen Investors offen gehalten werden, erläuterte der Bürgermeister seinen Antrag.
Damit war Danko Jur nicht einverstanden. Er wollte den Beschluss und mahnte zur Eile. So sei der Kanal schon im Bau. Zu befürchten seien Änderungen in der Landesplanung, die nur noch eine geringere Wohnbebauung zulasse als dort gewollt. Die Bauleitplanung sei wichtig und man brauche die Mittel, um anfangen zu können.
Mario Strebe verwies hingegen darauf, dass die Zahl der dort geplanten Wohnhäuser der Gemeinde schon genehmigt worden und also auch keine Kürzung zu befürchten sei. Zudem habe er die Zusage von der Landesplanung, dass es keinen Zeitdruck gebe, um das Vorhaben anzugehen. Gemeindevertreter Andreas Kröger indes hielt Danko Jur in dieser Angelegenheit für befangen. Kröger berichtete, dass Jur sich einem Bauleiter gegenüber als Geschäftsführer einer Firma zu erkennen gegeben habe, die die Fläche vermarkten will. Dem widersprach Jur jedoch. Er sei kein Geschäftsführer, sagte er.
Die Diskussion ging mit einem knappen Votum für den Vorschlag des Bürgermeisters aus, erst nach Vorlage der Machbarkeitsstudie über den Bebauungsplan zu entscheiden. Sechs Gemeindevertreter waren dafür, vier dagegen, zwei enthielten sich der Stimme.

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