Donnerstag, 2. September 2010

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Platte praktisch ohne Leerstand

Biesenthal ArrayWohnen in der Platte - vor mehr als 20 Jahren hätte mancher etwas darum gegeben, den Komfort von Wohnblöcken mit Bad und "Warmwasser aus der Wand" genießen zu können. Inzwischen ist das weitgehend selbstverständlich und Plattenbauten haben ihre große Anziehungskraft verloren. Die Stadt Biesenthal hat 350 kommunale Wohnungen, die meisten in der Platte - und kann sich über eine gute Auslastung freuen. Es gibt praktisch keine freien Wohnungen in der Stadt. "Der Leerstand in den Biesenthaler kommunalen Wohnungen beträgt nur 1,3 Prozent", freut sich Biesenthals Bürgermeister André Stahl.

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Damit dürften sich die umfangreichen Investitionen in die Sanierung der Wohnblöcke zwischen der Schützenstraße und dem Grünen Weg ausgezahlt haben. In die Millionen waren die Kosten dafür gegangen, wofür Kredite aufgenommen worden sind, die jetzt auch aus dem Mieten zurückgezahlt werden. Dennoch hat die Stadt genügende Mieteinnahmen, um auch fällige Instandsetzungen an Wohnungen vornehmen zu können. Das geht aus dem Wirtschafts- und Instandhaltungsplan für dieses Jahr für die städtischen Wohnungen hervor, die von der Wohnungs- und Baugesellschaft m.b.H Bernau (Wobau) verwaltet werden.

Darin haben die höchste Dringlichkeit die Instandsetzung der Fassade in der Breitscheidstraße 27 mit insgesamt sechs Wohnungen, die Erneuerung des Zauns in der Bahnhofstraße 49, mit ebenfalls sechs Wohnungen. Ebenfalls in die höchste Dringlichkeitsstufe sind die Revisionsprüfungen der technischen Anlagen von 310 Wohnungen eingeordnet worden.

In der Dringlichkeit eine Stufe tiefer stehen die Instandsetzung der Fassade in den Häusern Breitscheidstraße 28 und 29 und die Dacherneuerung in der Bahnhofstraße 38. In der Anlage Grüner Weg 4 bis 20 sollen neuen Wäschestangen aufgestellt werden. Weitere Positionen sind die Arbeiten an den Fenstern in der Bahnhofstraße 38 sowie der Einbau von Wasserleitungen und die Strangsanierung in der Grünstraße 9. Die Kosten für sämtliche geplanten Arbeiten an den Biesenthaler Stadtwohnungen belaufen sich auf rund 335 300 Euro.

Dem stehen geplante Mieteinnahmen von rund 777 000 Euro gegenüber. Diese Summe ist zu erwarten, nachdem Mietminderungen schon abgezogen worden sind. Diese resultieren unter anderem aus Nachlässen für Wohnungen, die in der vierten und fünften Etage liegen, aus baulichen Mängeln, aus dem Leerstand oder aus Mietschulden oder Betriebskostenausfälle. Für den Kredit zur Finanzierung werden laut Wirtschaftsplan 440 000 Euro verwendet. Unter Berücksichtigung weiterer Positionen bleibt das Jahresergebnis bei der Verwaltung und Bewirtschaftung der Wohnungen schließlich mit rund 42 000 Euro im Plus. Die Biesenthaler Stadtverordneten hatten dem Plan der Wobei einstimmig befürwortet.



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