Marienwerder ArrayVon einem geölten Blitz weit entfernt ist das Erscheinungsbild der Internetbewegungen in der Gemeinde Marienwerder. Das soll jetzt anders werden. Es haben Arbeiten begonnen, die dem Ortsteil schnelle Internetverbindungen bringen. Dann dauert es nicht mehr eine Viertelstunde, bis eine Datei von vielleicht zwei Megabite gesendet ist.
An der Baustelle: (v.l.) Dietmar Reins aus Marienwerder, Matthias Kulicke, Inge Heinrich (beide Telekom), Ortsvorsteher Danko Jur und Harald Engler (Telekom).Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Die Telekom installiert dafür die erforderliche Technik. Das bedeutet, dass die DSL-Anschlüsse eine Leistungsfähigkeit von 6000 Kilobit pro Sekunde erreichen werden. Das aber ist ein Durchschnittswert. Wer näher an den Verteilerstationen wohnt, kann auch mehr Leistung abrufen, für die, die weit außerhalb ihr Haus haben, kann es auch weniger sein.
Während andere Kommunen noch keine Aussicht auf leistungsfähige DSL-Anschlüsse haben, hatte der Ortsteil Marienwerder Glück. Es gab noch ein schon verlegtes Leerrohr von Finowfurt bis nach Marienwerder. Von der Station in Finowfurt wird nun über die Strecke von fast zehn Kilometern ein Glasfaserkabel in dem Rohr bis nach Marienwerder geführt. In Marienwerder werden diese Leitungen in Kästen an drei Standorten mit moderner Telekommunikationstechnik verbunden, die in den Haushalten leistungsstarke DSL-Verbindungen ermöglichen. Diese funktionieren dann über die vorhandene Telefonleitungen, so dass auch dafür keine Extrakabel und damit auch keine Schachtarbeiten erforderlich sind, erklärt ein Fachmann von der Telekom. Zum 1. September sollen die Anschlüsse geschaltet werden können.
Dass jetzt mit den Arbeiten begonnen wurde, ist dem Engagement von Dietmar Reins, Gewerbetreibender in Marienwerder, unterstützt von Gemeindevertretern zu danken, lobt Ortsvorsteher Danko Jur. Sie alle hätten bei der Telekom Druck gemacht, unter anderem auch Unterschriftensammlungen organisiert.

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