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Wo Mogli über die Bühne tanzt

Erkner ArrayEin kleiner Junge wird von einem Affen gejagt. Angesichts dieser Szene weiß wohl jeder welches Tanzmärchen der Ballettschule Balancé in Erkner am 16. Mai im Kulturhaus Rüdersdorf Premiere haben soll: "Das Dschungelbuch".

  Der Tausendf³▀ler: Kirsten Uhlich, Kost³mverantwortliche f³r "Das Dschungelbuch", die neue Inszenierung der Erkneraner Ballettschule BalancÚ, richtet die Kopfbedeckung von Maria Leps (10). ©

Im Januar 2008 begannen die Proben für die neue Inszenierung der Ballettschule Balancé. Unter den jungen Tänzerinnen und Tänzern, die sich mit Talent, aber auch mit viel Fleiß und so manchem Schweißtropfen auf die Premiere der getanzten Abenteuer des Findelkindes Mogli, frei nach dem "Dschungelbuch" von Rudyard Kipling, vorbereiten, sind auch die Schöneicher Abiturientin Pauline Brosch und die 11-jährige Erkneranerin Celina Batard. Für beide Mädchen erfüllt sich ein Traum: Sie bereiten sich auf die Hauptrolle, den Mogli, vor.

Zweimal Mogli? "In der Geschichte gibt es einen Zeitsprung. Das ist, von der pädagogischen Seite her, ein beliebtes Mittel, auch die Nachwachsenden mit wichtigen Positionen zu besetzen und sie anzuspornen", erläutert der Schauspieler Ralf Schlösser, der seine Ehefrau Sabine nach Kräften unterstützt. Die ehemalige Tänzerin Sabine Schlösser hatte die Ballettschule im Oktober 1992 gegründet und leitet sie seither mit immer größer werdendem Erfolg, was sich nicht zuletzt in einem stetig wachsenden Ensemble und bislang acht Premieren manifestiert.

Im "Dschungelbuch", der 9. Inszenierung, werden übrigens auch Figuren auftauchen, die man bei Kipling vergebens sucht. "Den Dschungelhasen, die Dschungelpilze und den Tausendfüßler haben wir dazu erfunden", so Ralf Schlösser. Denn 270 Tanzeleven sollen diesmal auf der Bühne agieren. Das sind rund 80 mehr als noch bei der Geschichte von Nussknacker und Mausekönig, die 2006 Premiere hatte.

Doch was wäre ein getanztes Märchen ohne passende Ausstattung, fantasievolles Bühnenbild und die Ehrenamtlichen hinter den Kulissen: zum Beispiel Mütter, die Kinder betreuen, schminken, ankleiden und bei Tanzlaune halten. Seit Anfang Januar sind - in bewährter Weise - die Erkneranerin Brigitta Herrmann und die Woltersdorferin Kirsten Uhlich mit dem Schneidern der fantasievollen Kostüme beschäftigt. Einmal mehr sorgt der Woltersdorfer Bühnenbildner und Maler Hans Joachim Weichardt für ein einmaliges Bühnenbild.

Die Dschungelbuch-Premiere am 16. Mai ist zwar bereits ausgebucht. Doch weitere Aufführungen sind geplant, am 17. Mai sowie am 6. und 7. Juni. Auch Schülervorstellungen und weitere Aufführungen zu Weihnachten werde es geben, kündigt Ralf Schlösser an.



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