ArrayJeder brüllt so laut er kann. Schon der Name des Verbands - Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen - legt den Schluss nahe, dass für diese Lobbygruppe jeder abgeholzte Baum ein Beitrag zum Untergang des Abendlandes ist. Da verwundert es nicht, dass die Schutzgemeinschaft nun schon rebelliert, bevor überhaupt etwas passiert ist. Bislang kommt das Land seinen Aufgaben beim Alleenschutz ausreichend nach. Auch in den Potsdamer Ministerien ist bekannt, dass die 2400 Kilometer Alleen ein unverzichtbares Aushängeschild der Mark sind.
Eines fällt jedoch auf an Dellmanns Reaktion auf die Schelte der Baumfreunde. Der Minister verweist auf die umfangreichen Pflanzaktionen aus dem Jahr 2008. Er geht damit ausdrücklich nicht auf die Kritik der Schutzgemeinschaft ein. Sie hatte sich nicht über das vergangene Jahr beschwert, sondern über etwaige Abstriche in der Zukunft.
Aber selbst wenn sich herausstellen sollte, dass das Land tatsächlich beim Alleenschutz kürzen will, muss das kein Drama sein. Bei aller Alleenliebe, ein armes Bundesland, dass derzeit viel zu wenig Geld für Bildung ausgibt, muss möglicherweise künftig andere Prioritäten setzen.

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