Donnerstag, 2. September 2010

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A und O ist der Krötenschutz

Marienwerder ArrayDer Baustopp am Werbellinkanal hat kurzfristig das Landesumweltamt, die Kreisverwaltung Barnim und die Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim zusammengeführt. "In erster Linie geht es darum, eine Lösung zu finden, die den Schutz der Natur in den Vordergrund rückt," so Barnims Vize-Landrat Carsten Bockhardt. Der Werbellinkanal sei ein Referenzprojekt für die gesamte Wassertourismusinitiative Nord (WIN), weshalb man jetzt intensiv zusammenarbeiten werde, um sichere und überzeugende Lösungen zu schaffen. Darüber hinaus setze man alles daran, die wirtschaftliche Seite des Kanalbaus im Auge zu haben. Der Baustopp soll möglichst bald wieder aufgehoben werden.

Wie berichtet, wurde für einen Bereich von 700 Metern von der Unteren Naturschutzbehörde der Baustopp verfügt. In dieses Teilstück sind Kröten und Frösche eingewandert und haben mit dem Laichen begonnen. Das ist jetzt aber von der anhaltenden Trockenheit bedroht. Möglich sei, so Vize-Landrat Bockhardt, aus einen Seitenarm Wasser in den Bereich zu leiten und dann die Tiere umzusetzen. Das könne in ehrenamtlicher Arbeit gemacht werden und würde vielleicht zwei bis drei Tage dauern, wurde in der Beratung als mögliche Variante ins Auge gefasst. Wie dies am besten naturverträglich gemacht werden kann, darum will sich nach Auskunft von Bockhardt das Landesumweltamt kümmern.

Der Kreis selbst sucht jetzt nach Möglichkeiten, um finanzielle Mittel aus dem Flächenpool für den Naturschutz in diesem Bereich ausgeben zu können. In den Flächenpool zahlen die ein, die für Eingriffe in die Natur bei Bauarbeiten selbst keinen Ausgleich schaffen können und dies in Form von Geld ablösen.

Zu betrachten sei auch noch der Planfeststellungsbeschluss. Vorausschauend müssten insbesondere im Hinblick auf die Festsetzungen für den Naturschutz neue Festlegungen getroffen werden, um ähnliches zu verhindern, erläuterte Bockhardt. Dies sei Sache der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim. Die Amtsverwaltung, so Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne, werde, wie auch die anderen Partner, ihre Hausaufgaben machen.

Bockhardt hofft, dass die Probleme "in zwei bis drei Wochen" vom Tisch sind.



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