Biesenthal ArrayIm Amt Biesenthal-Barnim können sich die Bürger relativ sicher fühlen. Im Niederbarnim sind nur in der Gemeinde Werneuchen 2008 noch weniger Delikte gezählt worden. 740 Anzeigen mussten die Gesetzeshüter im Amt Biesenthal-Barnim aufnehmen. Verhältnismäßig oft aber kommt man mit Wild in Kollision.
Wenn Revierposten Reiner Grothe oder seine Kollegen Gast in den Gemeindevertretersitzungen sind, geben sie ein Bild von der Kriminalitätslage in der Region. In den sechs Orten des Amtsgebietes Biesenthal-Barnim mit seinen rund 12 000 Einwohnern waren im vorigen Jahr 740 Gesetzesverstöße zu verzeichnen. Das ist nach Werneuchen das zweitniedrigste Kriminalitätsaufkommen im Bereich des Niederbarnims.
Die Delikte reichen dabei vom einfachen und besonders schweren Diebstahl über so genannte Rohheitsdelikte, wie Körperverletzung, bis hin zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dabei haben die Diebstähle mit mehr als 300 den größten Anteil daran. Deren Zahl ist im Vergleich zu 2007 um nahezu 30 gestiegen. Auch die Zahl der Körperverletzungen ist größer geworden, von 86 im Jahr 2007 auf 94 im Jahr 2008.
Innerhalb der Orte im Amt Biesenthal Barnim steht die Stadt Biesenthal mit 413 Fällen an erster Stelle. Es folgen die Gemeinden Rüdnitz mit 123, Marienwerder mit 110, Melchow mit 38 Gesetzesverstößen, Breydin mit 33 und Sydower Fließ mit 23 Gesetzesverstößen. In der Stadt Biesenthal sind die Diebstähle 2008 um acht gestiegen, die Ladendiebstähle aber um acht auf 154 gesunken. Es gab weniger Sachbeschädigungen, aber Zuwachs bei den Fahrraddiebstählen.
Von den 110 Delikten in der Gemeinde Marienwerder entfielen 20 auf Diebstähle aus Kraftfahrzeugen, aus drei Betrieben wurde etwas gestohlen und ein Fahrrad entwendet. Darüber hinaus sind sechs Sachbeschädigungen angezeigt worden. Letzteres betraf insbesondere Briefkästen, die zum Jahreswechsel mit Silvesterknallern beschädigt worden sind. Einmal wurde in der Gemeinde Mariernwerder gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Als Tatverdächtige ermittelt wurden in Marienwerder 39 Männer und sechs Frauen.
Auf den Straßen des Amtes ereigneten sich im vergangenen Jahr mehr als 260 Unfällen, gab Grothe einen Überblick. 28 Unfälle waren mit Personenschäden verbunden, 32 mit Sachschäden. Außerdem wurde 2008 bei einem Verkehrsunfall ein Mensch getötet.
Unter den Unfallursachen nimmt die Kollision mit Wild den mit Abstand ersten Platz ein. 97 Mal kam es aus diesem Grund zu einem Unfall. Schwerpunktstrecken dafür sind die Verbindungsstraße von Bernau nach Tempelfelde, die B 2 (neu L 200) zwischen Biesenthal und Bernau und die Straße von Zerpenschleuse bis Marienwerder, informierte Reiner Grothe. Sieben Mal war die Missachtung der Vorfahrt und elf Mal zu hohes Tempo Ursache für Verkehrsunfälle, um weitere Beispiele zu nennen.

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