Marienwerder ArrayZu geteilten Reaktionen hat der Rücktritt von Gemeindevertreter Danko Jur in Marienwerder gesorgt. "Ich kann den Schritt von Danko Jur definitiv nachvollziehen", sagt Tonio Mohn, Gemeindevertreter aus dem Ortsteil Marienwerder und Vorsitzender des Fördervereins Werbellinkanal. Welche Schritte er selbst gehen will, werde er sich noch überlegen. Er fürchtet, dass es künftig schwer werde, vernünftige Beschlüsse zu fassen: "Über das Konjunkturpaket wird kaum geredet."
Mohn stößt sich an der beabsichtigten Installation des Untersuchungsausschusses. Der Beschluss sei von der Kommunalaufsicht schon kassiert worden. Das, was herausgefunden werden soll, könne man auch durch normales Nachfragen in der Amtsverwaltung erreichen, findet er. Dass aber jemand aus dem Ortsteil Marienwerder den Beschluss über den Untersuchungsausschuss mit unterschrieben hat, sieht er als "nicht zielführend" an.
Mohn meint damit Walter Papritz, der seinerseits zum Rücktritt von Jur sagt: "Ich verstehe es nicht. Er hat doch den Ort über viele Jahre mitentwickelt und hat Hervorragendes bewirkt." Papritz geht davon aus, dass die Gemeindevertretung mit ihren 13 Mitgliedern weiterhin ihren Dienst für alle drei Ortsteile tut. Er habe bereits Gespräche mit Nachrückern. "Ich selbst bleibe Gemeindevertreter", sagt er. Die Gemeindevertretung müsse sich durch ihre Arbeit beweisen.
Bürgermeister Mario Strebe befand, dass Jur alles gesagt habe. "Wenn der Untersuchungsausschuss der Grund für seinen Rücktritt ist, dann muss man sich fragen, ob er vielleicht doch etwas zu verbergen hat", erklärte er. "Von unserer Seite" habe der Zusammenarbeit nichts entgegengestanden. Im Übrigen zeigte sich Strebe verwundert, dass er nicht vom Amt über den Rücktritt informiert worden sei. Auf jeden Fall gehe es ihm aber um die Entwicklung aller drei Ortsteile.
Das will auch Reinhardt Kilian, stellvertretender Bürgermeister und Ortsvorsteher von Ruhlsdorf, im Auge behalten. Kilian versteht indes nicht, weshalb Jur den Untersuchungsausschuss als Affront gegen sich sieht, weil seiner Ansicht nach in erster Linie andere damit gemeint seien.

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