Eisenhüttenstadt ArrayReif für die Insel, und zwar für die "Insel des Lichts" sind zwei junge Männer aus Eisenhüttenstadt. Ihre Augen haben sich in ein grünes Paradies inmitten der Stahlstadt verliebt, das tatsächlich als "Insel" bekannt ist. Dort, wo keine Autos entlangknattern, sondern Blätter rauschen, wo kaum mal ein Handy klingelt, dafür aber Vogel-Sinfonien erklingen, dort wollen sie der natürlichen Schönheit nächste Woche noch eine Krone aufsetzen und mit Licht, Schatten, Bewegung sowie Musik spielen.
Magisch: ─hnlich malerisch wie dieses Ambiente soll auch die "Insel des Lichts" in Eisenh³ttenstadt aussehen. Foto: promo
"Wir möchten eine perfekte Symbiose aus Natur, Kultur und Licht schaffen, die alle Sinne anspricht", sagt Marcus Schmidt. "Eine Oase der Entspannung sozusagen." Mit etwa 100 Scheinwerfern wollen der 25-Jährige und sein 13 Jahre älterer Freund Mathias Littmann etwa 1000 "Insel"-Quadratmeter in der Nacht in ein Meer aus Licht und Farben tauchen. "Das Ganze soll untermalt werden mit Live-Musik und Lyrik. Vielleicht kommen sogar Ausdruckstänzer dazu. Kulturell wollen wir jedenfalls etwas Abgefahrenes machen, etwas, das es in Eisenhüttenstadt so noch nicht gegeben hat."
Mit Lichteffekten sind Schmidt und Littmann bereits durch ihre Arbeit in der Licht- und Laserbranche vertraut. Kreativ ausleben aber wollen sie sich in ihrem Kunstprojekt "Ewiges Licht". In Frankfurt (Oder), Spremberg und Cottbus haben sie damit schon für magische Momente gesorgt - mal wurde eine Kirche ausgeleuchtet, mal ein historischer Turm feuerrot angestrahlt. "Und in der Therme in Bad Saarow haben wir eine Laserwelle über einen Pool schwappen lassen", verrät Littmann.
Auf die Frage, was die Faszination des Lichts ausmacht, sagt Marcus Schmidt nur: "Licht ist Leben!" Maler schwärmen davon, Dichter und Philosophen schreiben darüber. Und noch am Sterbebett soll Goethe 1832 in Weimar ja gerufen haben "Mehr Licht!"
Finanziert wird das Spektakel auf in Eisenhüttenstadt, das "Insel des Lichts" heißt, vor allem über Sponsoren. Der Eintritt ist frei, genau wie dann die Sinne. Die Menschen sollen durch die urigen Klänge eines tibetisches Langhorns angelockt werden, im Lichtermeer verweilen und die poetische Sommernacht genießen. "Und wenn alles gut läuft, wollen das Kunstprojekt sogar zur Tradition werden lassen und eventuell bundesweit auf Tour damit gehen", erklärt Schmidt.
"Insel des Lichts", 27. Juni, ab 21.30 Uhr, Nähe Inselgaststätte, Eisenhüttenstadt, Informationen unter Tel. 0151 2886547

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