Biesenthal ArrayDer Biesenthaler Jugendtreff Kulti bereitet der Stadt erhebliche Sorgen. Das Gebäude hat Risse. Der Dachfirst bildet keine waagerechte Linie mehr. Das Problem ist nicht ganz neu, aber aktuelle Untersuchungen belegen, dass die Risse größer werden. Das erfuhren die Mitglieder des Bauausschusses am Mittwochabend. Dabei steht die Stadt vor einem Dilemma. In der jüngsten Vergangenheit ist erheblich in das Bauwerk investiert worden. Es ist die ehemalige Straßenmeisterei an der B2 zwischen Discounter und Autowerkstatt.
Nach Auskunft von Grit Secorsky von der Amtsverwaltung seien schon zu Zeiten der Straßenmeisterei die Risse beobachtet worden. Das Problem habe sich aber in Grenzen gehalten. Die Ursachen seien in der Gründung zu suchen. "Das ist ein Material, auf dem man so heute nicht mehr bauen würde", sagte sie. Der Untergrund besteht aus Lehm, zwischen dem sich Schichtenwasser befindet. Zudem sei dies der höchste Punkt des Stadtgebietes, erläuterte die Fachfrau von der Amtsverwaltung. Und je nach Witterung sauge sich der Lehm voll und dehne sich aus, bei längerer Trockenheit reduziere sich das Volumen, was sich entsprechend auf das Bauwerk übertrage.
Klar wurde, dass etwas passieren muss. Im Ausschuss gab es auch Einigkeit darüber, den Jugendtreff zu erhalten. Allerdings dürfte das auch eine Kostenfrage werden. Solche Verfahren, wie Beton-Injektionen ins Fundament seien zwar möglich, aber so teurer, dass man gleich neu bauen könne. Es soll auch geprüft werden, ob man Mittel des Konjunkturpaket unter Umständen zur Sicherung des Bauwerks verwenden kann. Zunächst wolle man sich aber erst mal den Betonanker ansehen und gegebenenfalls müsse man auch mit den Fugen leben.
Eine weitere schlechte Nachricht gab es zur BMX-Skaterbahn. Der Kostenvoranschlag hat eine stolze Summe von 150 000 Euro ergeben, so dass auch die Amtsjugendkoordinatorin Renate Schwieger von dem Ansinnen Abstand genommen habe. Es gab in der Sitzung des Bauausschusses aber auch Lichtblicke. Die Baugenehmigung für die Bühne und den Pavillon ist da, so dass gehofft werden kann, dass die Bauten bis zum Festival "Rockende Eiche" am 30. August fertig sind.

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