Biesenthal ArrayDer Schlossberg ist ein Touristenmagnet, derzeit allerdings nur ein potenzieller. Er ist gesperrt. Nach dem Aus des Schlossbergvereins wird momentan darum gerungen, den Berg wieder zugänglich zu machen. Den "Freunden des Schlossbergs" liegen aber etliche Steine im Weg.
Es sind die Steine der alten Burg, die den Berg zum Denkmal und jeglichen Besucherbetrieb nahezu unmöglich machen. Adelheid Flemming und der Schlossbergverein hatten trotz der Widerstände des Denkmalschutzes Schlossbergfeste organisiert und die Öffnung des Turms personell abgesichert, bis sie angesichts zu vieler Widerstände das Handtuch warf. Doch der Schlossberg mit seinem Turm sollte nicht in den Dornröschenschlaf fallen, meinten auch bisher schon engagierte Leute. Es fanden sich die "Freunde des Schlossbergs", die jetzt unter dem Dach des Vereins "Kultur im Bahnhof" agieren.
Zu ihnen gehört die Stadtverordnete Anne Schulz. Als sie bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses um Unterstützung bat, damit jemand ab 1. Juli die Öffnungszeiten absichern kann, kam es fast zum Dissenz. Auf ihre Forderung, dass es zwei Sitzgelegenheiten, einen Tisch, eine Überdachung und eine Toilette geben müsse, reagierte der Ausschussvorsitzende Andreas Jahn etwas gereizt. Immer wieder gebe es diverse Forderungen für den Schlossberg. Zudem habe die Stadt sich dafür entschieden über die Pomerania am Schlossberg ein Empfangsgebäude bauen zu lassen. Eigeninitiative des Vereins und die Gewinnung von Sponsoren seien eher gefragt, pflichte André Mewis dem Ausschussvorsitzenden bei.
Das sei aber alles nicht so einfach, weil für alles Anträge an die Denkmalschutzbehörde gestellt werden müssten. Und das Projekt mit der Pomerania könne noch zwei Jahre dauern. Was soll in der Zwischenzeit passieren?, fragten sich einige.
Dann müsse der Schlossberg vielleicht zwei Jahre geschlossen bleiben, sagte Heribert Rustige vom Verein Kultur im Bahnhof. Er werde für den Übergang jedenfalls keinen Antrag stellen. Wenn die Öffnung gewollt sei, müsse dies von der Stadt kommen. Die Entscheidung Rustiges dürfte vermutlich mit der etwas stiefmütterlichen Behandlung des Schlossbergvereins durch einige Stadtverordnete in der Vergangenheit begründet sein.
Mehrheitlich entschied sich der Bauausschuss schließlich dafür, dass die Stadt die "Freunde des Schlossbergs" unterstützt und ein Mindestmaß an materiellen Voraussetzungen für einen Besucherbetrieb noch in diesem Sommer beantragen wird. Außerdem will man sich darum kümmern, dass die Klappe zur Aussichtsplattform des Turmes sicherer gemacht wird. In der Vergangenheit war es dort zu Unfällen gekommen, hieß es im Ausschuss.

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