Donnerstag, 2. September 2010

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Eine Schneise für die Kläranlage

Eisenhüttenstadt ArrayAm 15. August soll mit dem Bau der neuen Abwasserbehandlungsanlage für das Industriegebiet Oder-Spree begonnen werden. Nachdem keine Einwände gegen das Vorhaben des Trink- und Abwasserzweckverbandes (TAZV) Oderaue erhoben worden sind, hat der Verband durch eigene Mitarbeiter bereits damit begonnen, die nötigen 40 000 Quadratmeter im Industriegebiet von Bäumen und Gestrüpp zu befreien. "Die Bauleistungen selbst sind EU-weit ausgeschrieben worden", sagt TAZV-Geschäftsführerin Heike Herrmann, die bis zum nächsten Jahr hier 42 Millionen Euro - 80 Prozent davon gefördert - investiert haben will.

  Baumfõllarbeiten auf dem Gelõnde der k³nftigen Abwasserbehandlungsanlage des TAZV an der Papierfabrik ©

Die Kläranlage ist eine Voraussetzung für die Ansiedlung der Papierfabrik. Entstehen soll das bislang größte Investitionsvorhaben des Verbandes am nördlichen Ende des erschlossenen Geländes des Industriegebietes gegenüber der Sinteranlage sowie südlich des Geländes für die Papierfabrik. Eigens dafür hat der TAZV einen neuen Betriebszweig gegründet. Die Menge, die Tag für Tag von der Anlage bewältigt werden muss, entspricht nach Berechnungen des TAZV der Verschmutzung von 685 000 Einwohnern. Im Unternehmen rechnet man mit einer Bauzeit von maximal 15 Monaten. Durch die Anlage, die nicht nur Abwasser aus der Papierfabrik, sondern aus dem gesamten Industriegebiet auffangen soll, wird laut TAZV ein Reinigungsgrad von 99 Prozent erzielt. Das gereinigte Wasser wird mit einer separaten Leitung zum VEO-Kraftwerk und weiter in die Oder geleitet.

Entstehender Schlamm aus der Abwasserbehandlung soll nach TAZV-Planung u.a. thermisch verwertet werden. Der so genannte Bioschlamm wird im Heizkraftwerk der Propapier PM 2 AG verwertet.

Für den Bau der Papierfabrik selbst liegen nach MOZ-Informationen noch nicht alle Genehmigungen vor. Verbindliche Nachrichten gebe es derzeit nicht, was die noch ausstehende Zustimmung für das Projekt aus Brüssel betrifft, sagt Helmut Heindl von der Progroup AG. Das Unternehmen will in Eisenhüttenstadt etwa 630 Millionen Euro investieren und mehrere hundert direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen.



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