Donnerstag, 2. September 2010

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Revolte vorerst ohne Konsequenzen

Beeskow ArrayOhne tiefgreifende Änderungen für die Billardkegler der Region ist der 9. Verbandstag des Brandenburgischen Billardverbandes (BBV) in Neu Zauche zu Ende gegangen.

Einige Vereine hatten einen Antrag für den Austritt des BBV aus dem Deutschen Fachverband DBU gestellt. So sind einigen Mitgliedern die Beiträge ein Dorn im Auge sowie der Einfluss des Bundesverbandes auf die Billardkegel-Regeln. Anführer dieser Gruppe waren der Neu Zaucher Andreas Kühn und der Friedländer Karsten Radlow.

Vielen Vereine stört, dass es beim Staffelsieg eine Aufstiegspflicht gibt. So hatte vor einem Jahr Kreismeister Merz auf den Aufstieg verzichtet und musste absteigen. In der gerade beendeten Saison hatten einige Spitzenvereine wie Groß Lindow zuletzt einige Partien verloren, um der Aufstiegspflicht zu entgehen.

Auf dem Verbandstag ist der Austritt aus der DBU jedoch abgelehnt worden. Somit bleibt es theoretisch beim Alten. Da jedoch nach diesem Verbandstag Kühn und Radlow alle ihre ehrenamtlichen Funktionen im Landesverband aufgrund des fehlenden Vertrauens zum Landesverbands-Präsidium niederlegten, sind einige wichtige Ämter wie die des Staffelleiters Landesklasse, des Kreisfachverbandsvorsitzenden und des hiesigen Regionalvertreters vakant.

Da Kegelbillard bislang nur in Brandenburg und Sachsen verbreitet ist, gibt es dafür keine internationalen Meisterschaften. Daher wird der Deutsche Meister nicht in einer Bundesliga, sonders in einer sogenannten Bundesmannschafts-Meisterschaft ermittelt, die in der kommenden Saison mit zehn Mannschaften ausgespielt wird. Die zweithöchste Liga ist mit der Verbandsliga bereits die höchste Liga des Landesverbandes. Aus dem Spielkreis Oder-Neiße ist Chemie Guben I vertreten. Darunter ist die Landesliga angesiedelt mit Lok Guben, und in der Landesklasse spielen aus dem Kreis Kossenblatt, Trebatsch und Chemie Guben II.

Im Vergleich zum 5-Kegel-Billard, das auch international gespielt wird, sind die Billard-Tische für das hiesige Kegelbillard etwa 30 Zentimeter kleiner. Bei den international gebräuchlichen größeren Tischen würde der sogenannte Stoßraum für die Spieler bei einigen Vereinen zu gering werden. Außerdem wäre für zahlreiche Vereine die Anschaffung neuer und größerer Billard-Tische zu kostspielig.

Zwölf Vereine in Märkisch- Oderland haben aus der Diskrepanz zwischen ihren und den Verbandsinteressen bereits die Konsequenzen gezogen und sind aus dem Verband ausgetreten. Sie wollen für den Spielbetrieb auf Kreisebene eine eigene Liga gründen. Mit diesem Gedanken spielen auch einige mehr freizeitsportlich orientierte Vereine aus der Region.

Kühn hat bereits mit sechs anderen Verbandsmitgliedern den Deutschen Billard Kegel Verband gegründet, der unzufriedene Vereine auffangen soll.



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