ArrayDie Hoffnung von Linken und Grünen/Bündnis für ein demokratisches Eberswalde, dass sich der Kreistag gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen im Barnim ausspricht, hat sich nicht erfüllt. Ein entsprechender Antrag scheiterte am Mittwoch.
"Wir sollten uns die Möglichkeit, gentechnisch veränderte Energiepflanzen im Landkreis Barnim anzubauen, nicht verbauen", meinte Gert Adler (SPD). "Eins ist Fakt: In ein paar Jahren gehören gentechnisch veränderte Pflanzen zum Alltag", zeigte sich Ulrich Gertler (CDU) überzeugt, um sich sodann "gegen die Bevormundung der Barnimer Bauern in Politbüromanier" zu wenden. Was wiederum Johannes Madeja (Unabhängige) auf den Plan rief: "Dieser Beschluss soll niemanden bevormunden, sondern Flagge zeigen", sagte er kurz und bündig.Auch Ute-Katrin Krakau (Grüne) bemerkte: "Genauso wie wir uns zur Gesundheitsregion bekennen, sollten wir uns zur gentechnikfreien Zone bekennen."
Als leidenschaftlicher Befürworter von Gentechnik zeigte sich hingegen Rainer Dickmann (Bauernverband). "Wir warten händeringend auf Pflanzen, die nur noch die Hälfte an Wasser brauchen", sagte er. Im Übrigen würde eine Erklärung des Kreistages gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen "nur die radikalen Gentechnikgegner bestätigen", warnte Dickmann.
Am Ende setzten sich die Befürworter von Gentechnik im Kreistag durch.

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