Biesenthal ArrayDas letzte große Projekt der Altstadtsanierung nimmt Konturen an. Die Biesenthaler Schulstraße wird von Grund auf erneuert und soll im November in alter Schönheit wieder freigegeben werden.
Flei▀ige Handwerker: Die Biesenthaler Schulstra▀e wird von Grund auf erneuert. Dazu geh÷ren auch die Grundst³ckszufahrten. Eine wird hier von Philipp Wienecke und Bernd Giese mit Borden versehen. Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Direkt vorbei an der Kirche und fast bis zum Schlossberg führend, dürfte die Schulstraße zu den ältesten Straßen der Stadt gehören. Dort steht auch das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus auf der einen Seite. Auf der anderen ragt die evangelische Kirche hoch auf, deren Wirkung sich noch dadurch verstärkt, dass sie von der Schulstraße aus gesehen auf einer Böschung steht. Dies ist deshalb eine knifflige Stelle, zumal dort die Straße auch sehr schmal und kaum Platz für einen Fußweg ist. Nach den Ratschlägen der Denkmalpflege erhält diese Böschung nun einen etwa 60 Zentimeter hohen Böschungsfuß, der aus in Beton gelegtes Natursteinwildpflaster bestehen soll, erläutert Grit Secorsky von der Bauabteilung der Biesenthaler Amtsverwaltung.
Insgesamt sind die Arbeiten gut voran gekommen. "Es verläuft alles planmäßig", teilte Pressesprecherin Jana Frankenhäuser mit. Archäologische Hindernisse seien nicht aufgetreten. Von der insgesamt 450 Meter langen Straße sind bisher 100 Meter gepflastert. Auf den restlichen 350 Metern sind jetzt auch die Fundamente samt Regenentwässerung fertig, so dass die Pflasterarbeiten fortgesetzt werden können. Eine Ausnahme ist der Platz vor dem Schützenhaus, der für die Umleitung gebraucht wird. Der kommt ganz zuletzt dran.
Verwendet wird in der Schulstraße vor allem das Großsteinpflaster aus der Biesenthaler Bahnhofstraße und der Ruhlsdorfer Straße. Diese Steine wurden vom Land erworben, sind doch beide Straßen Landesstraßen.
Nach Worten der Pressesprecherin werden nach der Fertigstellung der Fahrbahn die Gehwege und die Straßenbeleuchtung gemacht. Weil die Straße sehr schmal ist, wird sie nur auf einer Seite einen Gehweg haben. Der erhält ebenso die für die Altstadt typische Oberschicht mit den roten so genannten Bischhofsmützenplatten, einem Streifen Kleinpflaster und einem weiteren Streifen Lesesteinpflaster.
"Die Anwohner", sagt Jana Frankenhäuser, "freuen sich, dass die Straße gemacht wird." Sorgen bereitet allerdings einigen die Befestigung der Steine mit der Rüttelplatte, hieß es in der Sitzung des Biesenthaler Bauausschusses. Dazu sollen vor Ort Messungen erfolgen. Sollten die Erschütterungen zu stark sein, müsse gegebenenfalls die Technologie geändert werden.

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