Biesenthal ArrayDer polnische Verbandmittelhersteller TZMO hat in diesem Tagen Grund zu feiern. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der TZMO Deutschland GmbH waren Kunden, Kommunalpolitiker und die Mitarbeiter zur Jubiläumsfeier eingeladen. Die Gäste kamen vom Mutterkonzern im polnischen Torun, aus ganz Deutschland sowie aus dem russischen Jegoriewsk.
B³rgermeister AndrÚ Stahl, Michail Lawrow, B³rgermeister des russischen Jegoriewsk, Prõsident der Toruner Muttergesellschaft Jaroslaw Jozefowicz, Amtsdirektor Hans-Ulrich K³hne und David Rakoczy, der Geschõftsf³hrer TZMO Deutschland GmbH (v.l). Foto: MOZ
Ein wenig versteckt, aber unweit des Bahnhofs gut zu erreichen, liegen die modernen Hallen der TZMO-Deutschland GmbH. Eigentlich erinnert nichts mehr an das alte Bekleidungswerk, in dem bis zur Wende Uniformen - unter anderem auch für die Sowjetarmee - genäht worden sind. 1999 wurde das leerstehende Gebäude aus dem Dornröschenschlaf geweckt und - saniert und umgebaut - Teil des Marketing-, Logistik- und Schulungszentrums von TZMO. Zu den neuen Hallen der Firma ist anlässlich der Jubiläumsfeier auch ein neuer Parkplatz eingeweiht worden.
Produkte von TZMO (Torunskie Zaklady Materialów Opatrunkowych) sind unter anderem Seni-Inkontinenzartikel, Bella-Hygieneartikel für Frauen, in der Reihe Matopat medizinische Artikel vom OP-Set bis zum Pflaster sowie unter der Marke Eva Duschgels, Pflegecremes und dergleichen.
Der Präsident und Vorstandsvorsitzende der Toruner Muttergesellschaft, Jaroslaw Jozefowicz, würdigte die Leistungen der Mitarbeiter, die den Erfolg der Firma möglich gemacht haben. Er berichtete, dass der Besitzer der Kapitalgruppe dafür dankt, dass aus der kleinen Firma ein weltweiter Konzern geworden ist. Der 1951 gegründete Toruner Betrieb für Verbandsstoffe wurde nach der Bildung der Aktionsgesellschaft im Jahr 1991 die TZMO-Unternehmensgruppe, die aus 50 Gesellschaften in 16 Ländern mit 7300 Mitarbeitern besteht. "Die Produkte", so Jozefowicz, "werden an zwei Drittel der Weltbevölkerung verkauft".
Der Chef der TZMO Deutschland GmbH David Rakoczy lobte in seiner Rede insbesondere auch die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Offiziellen. Gerichtet an Bürgermeister Andrè Stahl und Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne sagte er, dass er sich eine so gute und lockere Zusammenarbeit, wie sie sich hier gestalte, erst gar nicht vorstellen konnte. Stahl seinerseits äußerte sich zufrieden über geschaffene 45 Arbeitsplätze. Ähnlich sprach Michail Lawrow, der aus der nur etwa 100 Kilometer von Moskau entfernten Stadt Jegoriewsk nach Biesenthal gekommen war. In seiner Stadt mit rund 76 000 Einwohnern sind durch Investitionen von TZMO nahezu 700 Arbeitsplätze entstanden. Erhard Preuß, der für die Firma gebaut hat, schätzt sie als zuverlässigen Partner.
Marzena Morach von TZMO, die in Südbayern arbeitet, ist stolz, in Deutschland für das Unternehmen tätig sein zu dürfen. Sie kommt wie die Mitarbeiter der anderen Außenstellen sowie der weltweiten Niederlassungen regelmäßig zu Weiterbildungen ins Biesenthaler Schulungs- und Logistikzentrum, das nun auch gut zu erreichen ist. "Die Bahnhofstraße ist sehr schön geworden", sagte Geschäftsführerin Malgorzata Grzymowicz.

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