Eberswalde/Bernau ArrayEin Mitarbeiter der Kreisverwaltung Barnim hat sich mit der Neuen Influenza infiziert. Er zeige gegenwärtig keine Krankheitssymptome, sei aber vorsorglich im häuslichen Bereich isoliert worden, sagte gestern der amtierende Landrat Carsten Bockhardt. Die Zahl der erkrankten Personen an der "Schweinegrippe" hat sich damit im Landkreis auf vier erhöht.
Der betroffene Mann war aus dem Mallorca-Urlaub zurückgekehrt und positiv getestet worden. Danach wurde er sofort nach Hause geschickt. "Die unmittelbaren Mitarbeiter gehören nicht den Risikogruppen an, wurden aber umgehend durch das Gesundheitsamt aufgeklärt und beraten", sagte Bockhardt. Die Amts- und Sachgebietsleiter sind darüber hinaus über grundlegende Richtlinien und Verhaltensweisen informiert worden. "Wir rechnen mit einer weiteren Verbreitung des Erregers im Barnim", so der CDU-Politiker. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, um auf das aktuelle Geschehen rasch reagieren zu können.
In der Bundesrepublik sind 1818 bestätigte Fälle der Neuen Influenza registriert, in Brandenburg sind es 19. Die Erkrankungen verlaufen derzeit überwiegend mild und sind gut behandelbar. Bei einer weiteren Verbreitung rechnet das Robert-Koch-Institut (RKI) allerdings mit schwereren Verläufen.
Das Grippevirus A/H1N1 wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Händekontakt) übertragen. Die Ansteckungszeit beginnt einen Tag vor der Erkrankung und dauert sieben Tage nach Erkrankungsbeginn an. Typische Symptome sind plötzlich auftretende Muskel- und Gliederschmerzen, Kopf- und Halsbeschwerden, Fieber sowie Schnupfen und Husten. Bei Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, immungeschwächten Menschen, Schwangeren und Säuglingen kann die Erkrankung schwerer sein. Vorbeugend sollte auf eine strenge Händehygiene geachtet werden. Dazu gehört das häufige Waschen mit Seife.

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