Marienwerder ArrayVon Kai-Uwe Krakau
Bei reichlich Sonnenschein und fast tropischen Temperaturen ist am Wochenende in Marienwerder das traditionelle Kirchplatzfest mit vielen Gästen gefeiert worden.
Früher, als viele Schiffer noch mit ihren Lastkähnen auf Deutschlands Flüssen unterwegs waren, traf man sich immer im Januar zum gemütlichen Beisammensein. Die Jungfrauen des Ortes hatten anlässlich dieses Festes ein Band für den Wappenkahn gestiftet, der bei der abendlichen Veranstaltung im Saal hochgezogen wurde. Dies sollte nun in diesem Jahr auch wieder passieren. Die Frauen des Schiffervereins Marienwerder hatten in den vergangenen Tagen die "Eintracht", ein Modell eines Finowmaßkahns, mit vielen bunten Bändern geschmückt. Nach dem sonnabendlichen Gottesdienst und dem Chorkonzert wurde es beim Kirchplatzfest kräftig im Wind "geschaukelt".
Dem bunten Treiben rund um das Gotteshaus schaute diesmal auch Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Raumordnung, Reinhold Dellmann, zu. Er bescheinigte der Gemeinde Marienwerder in seinen Begrüßungsworten nicht nur, ein "Aushängeschild im Barnim" zu sein, sondern versprach auch etwas: "Bei den großen Projekten in der Region, wie der Wasserinitiative Nord, werden wir auch weiterhin an der Seite der Kommune stehen". Nachdem in Marienwerder schon gebaut wurde, werde es 2010 in Zerpenschleuse weiter gehen. "Dafür brauchen wir gemeinsame Partner und Unterstützer", so Dellmann.
Vize-Landrat Carsten Bockhardt wünschte, dass "das aktive Leben in Marienwerder nicht aufhört" und Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne lobte die Gemeinde, indem er die Region mit seiner Heimat an der Elbe verglich.
Anschließend wurde das Kuchenbüfett eröffnet. Die Frauen des Fördervereins der Grundschule hatten fleißig und lecker gebacken, so dass mancher Besucher sich gerne noch einmal anstellte. Mitglieder des Schiffervereins zeigten, wie verschiedene Knoten geknüpft werden, die Feuerwehr stellte ihre Technik vor. Viel Beifall erhielten auch die Mädchen und Jungen aus der Kita Mäusestübchen, die die Marienwerderaner und ihre Gäste mit einem kleinen Programm erfreuten. Am frühen Abend hieß es dann "Boogie, Swing und Dixieland" mit den "Boogie Blasters". Für zünftige Stimmung sorgte anschließend die Live-Band "Sowieso". Den Abschluss des Kirchplatzfestes bildete ein fünfzehnminütiges Höhenfeuerwerk.
Bereits am Freitagnachmittag wurde das vereinsoffene Kinderangeln am Finowkanal ausgetragen. Den ersten Platz belegte dabei Patrick Wollschläger, gefolgt von Dominik Teetz und Lara Wendel.
Die Erwachsenen trafen sich einen Tag später zum Hegeangeln um den Pokal von Ortsvorsteher Danko Jur. Diesen konnte diesmal Raiko Franke mit nach Hause nehmen. Der zweite Platz ging an Christian Malech, die "Bronzemedaille" holte sich Ingrid Rüffer. Das Fest geht auf die Einweihung des neu gestalteten Kirchplatzes im Jahre 1998 zurück. Es wird inzwischen als "Dankeschön" für die Bürger verstanden.

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