Biesenthal / Tuchen-Klobbicke ArrayPerlender Sekt und sprudelndes Wasser: An der Feuerwehr in Tuchen-Klobbicke ist gestern der erste neue Flachspiegelbrunnen für die Feuerwehren des Amtes Biesenthal-Barnim feierlich übergeben worden. Beinahe hätte die Übergabe ohne die Feuerwehrleute und den stellvertretenden Wehrführer von Breydin und Ortswehrführer von Tuchen-Klobbicke Raiko Messal stattfinden müssen. Gerade zu 11 Uhr waren sie vom Einsatz wegen einer Ölspur in Trampe zurückgekommen. Dabei waren auch Tanja Kobin, Jessica Janke und Kathleen Messal.
Freuen sich ³ber den neuen Brunnen: (v.l.) Ralph Pestke, Hans-Ulrich K³hne (hinten), Raiko Messal, Tanja Kobin, Kathleen Messal, Ingo Falk und Jessica JankeFoto: MOZ/Sergej Scheibe
Der neue Brunnen ist der erste Schritt, um die Löschwasserversorgung in den Gemeinden des Amtes Biesenthal-Barnim auf den erforderlichen Stand zu bringen. Was bedeutet: Wenn es nicht genügend Löschwasser gibt, dann können auch keine weitere Genehmigungen für Eigenheime errichtet werden, so dass die Gemeinden in ihrer Entwicklung beschränkt werden, erläutert Amtsbrandmeister Ingo Falk.
Das heißt im einzelnen, dass die Wasserentnahmestellen für die Feuerwehr nicht weiter als 400 Meter von einander entfernt sein dürfen und ein Brunnen 48 000 Liter Wasser pro Stunde liefern muss. Dass gerade letzteres nicht so leicht ist, zeigte der Bau des neuen Brunnens in Tuchen-Klobbicke. Erst wenn gebohrt werde, könne man wirklich feststellen, wie viel Wasser pro Stunde entnommen werden kann, erläuterte Brunnenbauer Ralph Pestke. "Hier haben wir nach der ersten Bohrung einen Leistung von 44 000 Litern pro Stunde erreicht", sagte er. "Das war natürlich nicht genug, daher wurde ein paar Meter weiter ein weiterer Brunnen gebohrt und dann beide als Zwillingsbrunnen zusammengeschlossen."
Der Breydiner Ortsteil Tuchen-Klobbicke wird noch einen weiteren Flachspiegelbrunnen erhalten, die so heißen, weil sie schon aus sieben Metern Tiefe das Wasser fördern. Im Notfall könne zudem auch aus Lamms See Wasser entnommen werden, sagte der Amtsbrandmeister. Außerdem steht noch ein 400 Meter langer Schlauch zur Verfügung.
Im gesamten Amtsgebiet werden im Rahmen des Investitionsprogramms zur Löschwasserversorgung noch sieben Flachspiegelbrunnen installiert. Dafür sind im Amtshaushalt 58 000 Euro vorgesehen. Mit den Investition im kommenden Jahr werden schließlich rund 360 000 Euro ausgegeben worden sein, sagte André Nedlin von der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim.
Die Investition in Tuchen-Klobbicke war auch nötig, weil der Wasserversorger ZWA Eberswalde mitgeteilt hatte, dass das vorhanden Leitungssystem nicht mehr den erforderlichen Wasserdruck garantieren könne.

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