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16.09.10 18:35 LR Eberswalde
Konkurrenz unter Nachwuchsbrokern

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9 Kommentare

09.08.2011 14:12:05

Frankura

Korrektur

eben nicht Geldwirtschaft privatisieren = verstaatlichen

09.08.2011 14:10:21

Frankura

@Fran

Ich will auch keinen Sozialismus. Es gibt einige Bewegungen die was am Geldsystem √§ndern wollen. Die sind aber alle viel zu klein und zu zersplittert, als dass da eine ausreichende Durchschlagskraft entstehen k√∂nnte. Bis sich etwas politisch bewegt ist die Karre l√§ngst im Dreck versunken. Dann kommen vielleicht Radikale an die Macht und wer wei√ü wo das hinf√ľhrt. eigentlich ist es aussichtslos. Ich habe aber einen kleinen Hoffnungsschimmer bei der Linkspartei. Die haben immerhin nach Jahrzehnten begriffen dass man nicht alle Produktionsmittel sondern die Geldwirtschaft privatisieren muss. Die Banken zu privatisieren und die Geldsch√∂pfung unter staatliche Kontrolle zu bringen w√§re ein richtiger Schritt. Schlie√ülich gedeiht und scheitert alles an der Finanzierung! Der Staat muss der Wirtschaft zinsg√ľnstige, besser zinslose Kredite zur Verf√ľgung stellen. Die Unternehmen werden vorher nat√ľrlich auf Wirtschaftlichkeit und Sicherheiten usw. √ľberpr√ľft - so wie heute auch. Die Stelle die das pr√ľft k√∂nnte auch wiederum von unabh√§ngigen Gutachtern z.B. von der IHK √ľberwacht werden. Wie gesagt, kein Sozialismus! Wenn durch die Zinslosigkeit die Guhaben-Schulden-Spirale unterbunden wird, brauchen wir auch kein unendliches Wirtschaftswachstum mehr. Dann w√§chst die Wirtschaft bei bedarf oder auch nicht. Wir h√§tten etliche Folgeprobleme nicht. Das einzige Problem ist nur, dass viele auf ihre liebgewordenen leistungslosen Kapitaleink√ľnfte verzichten m√ľssten. Aber daf√ľr h√§tte man weniger Stress auf der Arbeitsstelle, denn man m√ľsste nicht mehr die Kapitaleink√ľnfte von anderen erwirtschften (Schulden). Die Gl√§ubiger werden etwas dagegen haben, denen ist das eigene Hemd n√§her als die eigene Hose . So wirds wohl leider im Chaos enden.

09.08.2011 12:39:02

Fran

@Frankura und spaeter andere Leser

Ich lese Sie sehr gerne und vielleicht auch, weil ich Sie verstehe und ich die Situation aehnlich sehe.
 Es stellen sich mir zwei Fragen.
 Wie kann man den jetzigen Raubtierkapitalismus baendigen?
 Denn mit diesen Auswuechsen werden die demokratischen Gesellschaften wohl bald einer schwierigen Zukunft entgegen gehen. Hoffentlich ist die Spirale nach unten noch aufzuhalten.
 Hoffentlich kann Deutschland und alle anderen Nationalstaaten das reinigende Gewitter sozial abfedern.
 Ich spreche garantiert nicht als Europa, denn die neu gestaltete EU ist Teil dieses scheinheiligen Ausbeutungssystems.
 Wie kann der Politik verstaendlich gemacht werden, dass das wirtschaftliche System einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer, aus dem Gleichgewicht geraten ist?
 Das BIP in Deutschland,glaube ich, steigt teilweise nur durch den ewigen Verzicht der Arbeitnehmer, das hat ja Madame Christine Lagarde vor einigen Monaten, mit etwas anderen Worten und etwas anderem Sinn auch schon festgestellt. Die Innenbilanz muss verstaerkt werden.
 Seit Jahren ueben wir uns in Lohnverzicht, kommunalen Sparmassnahmen, sehen den 1.Mai als grosse Sause, verteilen immer mehr EU"Foerdergelder", erfinden H4 um dem "Mob" der leider in Arbeitslosigkeit geschickt werden muss, noch mal ins Knie zu schiessen und das BIP steigt und steigt,sowie auch der Millionaersanteil steigt. Vergessen habe ich jetzt noch die Idealisten, die dann noch zum Aufstocken zum Amt muessen. Eine Schande.
 Koennte man ueberhaupt weltweit die Finanzindustrie regulieren? Wuerden die minderbemittelten, elitaeren Politiker das ueberhaupt verstehen, um eine Veraenderung des Systems durchzusetzen und zu koennen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich moechte um Gottes Willen den Sozialismus nicht zurueck aber ein gewisses Mass an Gerechtigkeit sollten sich das gemeine Volk ,Wohl oder Uebel (dann lieber Wohl) zurueck erkaempfen.
 Leider sehe ich hier aber auch etwas schwarz, denn unsere Medien haben in den letzten 20 Jahren die Menschen wohldosiert verbloeden lassen. Daher wird das Volk wohl mehr Engagement bei der Telefonwahl fuer Deutschland sucht den Superstar zeigen anstatt fuer Ihre Rechte zu kaempfen.
 Der 1. Mai sollte kein Volksfest sein, sondern ein Fest um fuer die Rechte des Volkes einzutreten. Vielleicht ein Anfang liebe Leute, um der allgemeinen Lethargie und Mutlosigkeit zu entfliehen.
 Ah ja und die Broker sollten lernen, mit Geld umzugehen.

09.08.2011 10:43:08

Frankura

Volkswirte in die Produktion!

√úber die "Kapitalm√§rkte" will man leistungslose Kapitaleink√ľnfte erziehlen bzw. vermehren. Die meisten denken das w√§re was gutes. diese Vermehrung der leistungslosen Kapitaleink√ľnfte geht aber auf Kosten der Leistenden, denn die m√ľssen entsprechend auf Gewinn oder Lohn verzichten. Mittlerweile haben sich die B√∂rsen in Spielcassinos verwandelt. Die meisten Kurse sind jenseits wirtschaftlicher Daten von Zukunftsaussichten ganz zu schweigen. Das geschieht immer vor gro√üen Wirtschaftskrisen wo das Kapital zu geringe Vermehrungsm√∂glichkeiten in der Realwirtschaft findet (weil die Leistenden immer weniger melkbar sind). Da zocken Banken gegeneinander um das Kapital doch noch irgendwie zu vermehren. Einige gewinnen, viele verlieren. Nun kehrt langsam Realit√§t an den "M√§rkten" ein. Ich hoffe die zukunftigen Zocker ziehen ihre Lehren daraus. Allerdning frist Gier Hirn, von daher ist nicht viel zu erwarten. Die meisten Wirtschaftswissenschaftler und Volkswirte k√∂nnen die Krise nicht erkl√§ren und daher auch keine L√∂sung anbieten. die beten nur nach was sie im Studiom gelernt haben an falschen Modellen und Luftrechnungen. Volkswirte in die Produktion! Hier gibts eine seltene Ausnahme: http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3058-drei-bis-fuenf-durchgaenge-dann-kollabieren-die-maerkte-endgueltig.html
 Das der Mann in seiner Gilde nich angesehen ist d√ľrfte nicht verwundern.

19.05.2011 18:42:54

CB

Gegendarstellung

Die B√∂rse ist ein organisierter Markt, an dem, durch Hinzunahme eines Maklers, Angebot und Nachfrage durch den Preis (Kurs) ausgeglichen werden. Der aufgef√ľhrte Kauf einer Aktie (Papier) ist NICHT "zu teuer", weil jemand es teurer verkauft als gekauft hat. Die Aussage "zu teuer" kann gern gew√§hlt werden, weil der K√§ufer eine Zukunftserwartung hatte, die nicht eingetreten ist und damit der Wert des Papiers gesunken ist. Diesen Wertverlust muss allerdings nicht die Belegschaft des Unternehmens oder das Unternehmen selbst erbringen.
 Ein einfaches Beispiel: ein Unternehmen hat Kapitalbedarf , z.B. um in neue Anlagen investiert werden sollte, um dadurch ggf. auch neue Arbeitspl√§tze zu schaffen. Dieses Kapital wird an der B√∂rse beschafft, durch Verkauf von Aktien des Unternehmens (einmaliger Liquidit√§tserl√∂s). Durch den Weiterverkauf dieser Aktie erh√§lt das Unternehmen kein zus√§tzliches Geld oder muss Geld aufwenden. Das Unternehmen hat durch die neuen Anlagen m√∂glichst bessere/ mehr/ andere Waren und m√∂glichst mehr Umsatz/ Gewinn. Wenn nicht, liegt das aber nicht an den Aktien. Durch diesen Mechanismus wird das Geld im Wirtschaftskreislauf wieder in den Produktionsprozess eingebracht, was m.E. nicht nachteilig ist. Und der geschaffene Gegenwert ist der h√∂here Produktionsaussto√ü.
 Ich m√∂chte meinen Vorredner nicht √ľberzeugen, dass die B√∂rse der Himmel auf Erden ist, das ist sie n√§mlich nicht, aber die B√∂rse ist historisch u.a. genau aus den o.g. Gr√ľnden entstanden. Entwicklungen, die mitlerweile kaum noch einer beherrscht sind aber auch meinerseits sehr kritisch zu sehen. Und die Entstehung der Finanzkrise ist halt nicht auf die B√∂rse, sondern auf Produkte und Entwicklungen AN der B√∂rse zur√ľckzuf√ľhren.
 Aber das √§ndert nichts daran, dass es aus meiner Sicht sinnvoll ist, die Grundz√ľge der B√∂rsenmechanismen zu schulen. Schlie√ülich wird auch Chemie gelehrt, obwohl Chemikalien giftig f√ľr die Umwelt sein k√∂nnen. Und weil Firma xy Chemie unberechtigt ins Wasser kippt, wird nicht Chemie aus dem Lehrplan genommen.
 Und nicht alles, was aus der Realwirtschaft kommt, stellt einen Wert dar, wird aber "zu teuer" an den Mann gebracht. Beim Roulette verbleibt √ľbrigens eine feste Menge an Bargeld im Kreislauf, bis das Spiel beendet wird (und Verlust/ Gewinn ersichtlich wird). Der Wirtschaftskreislauf umf√§sst jedoch einen x-fache Betrag an verschieden definierten Geldmengen, die in BAR gar nicht vorhanden ist. Das macht die Sache halt so kompliziert und daher kann man auch nicht erkl√§ren "wo Geld her kommt", denn Geld kommt nirgendwo her, es bewegt sich idealer Weise im Kreis.
 Habe fertig!!
 
 PS: Leistung ist nicht nur (k√∂rperliche) Bereitstellung der Arbeitskraft!! Nur leider wird die k√∂rperliche Leistung in unserer heutigen Gesellschaft nicht immer ausreichend honoriert, da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Danke

28.04.2011 13:36:05

Frankura

@CB

Das ist Unsinn. Jedes "Produkt" das im Börsencassino irgenwann zu Cash gemacht wird ist eine Umverteilung von Kapital.
 Entweder eine Spekulation = Jemand hat ein Papier zu teuer gekauft und ein anderer teurer als gekauft verkauft. Was der eine an Kapital verliert hat ein anderer gewonnen.
 Oder es handelt sich um eine Umverteilung von Leistungsentgeld = nennt man Investition. Die Rendite die jemand leistungslos einnimmt, muss dem Leistungserbringer im Unternehmen fehlen. Was ein Kapitalgeber leistungslos erh√§lt muss dem Unternehmer und dessen Angestellten automatisch fehlen. Das ist ja der Sinn des Kapitalismus leistungslose Einkommen zulasten der Arbeitseinkommen zu generieren. Nur was in der Realwirtschaft produziert wird sind aber wirkliche Produkte mit Wert, "Finanzprodukte" sind verschleierte Kapital-Umverteilungs-Instrumente.
 Also handelt es sich beim B√∂rsencassino um eine Umerteilungsveranstaltung gerade wie beim Roulette wo der Betreiber gewinnt oder verliert spiegelbildlich was die Spieler gewinnen oder verlieren. Den Jugendlichen sollte man auch erkl√§ren, wo das Geld dass sie an der B√∂rse "gewinnen" her kommt, bzw. wer den Gegenwert dazu erwirtschaftet. Ich sch√§tze, davon h√∂ren die nichts.

26.04.2011 15:58:15

CB

skandalös??

Gern werden z.Zt. alle Mechanismen der B√∂rse als das B√∂se an sich √ľber einen Kamm geschoren. Es ist richtig, dass Produkte, die auch an der B√∂rse gehandelt werden/ wurden, zu den schweren Problemen der letzten Zeit beigetragen haben und es viele Spekulanten gibt, die leider immer wieder diese Spiele treiben und die Politik sich weiter uneins ist, wie man dem begegnen soll.
 ABER ‚Äď wenn man sich das Planspiel B√∂rse mal anschaut wird man sehen, dass hier einfachste B√∂rsenprodukte, an denen man die Grundregeln der B√∂rse gut lernen kann. Und die B√∂rse an sich ist nichts Schlechtes. Erkl√§ren Sie mal einem Bauern, dass er nicht im Vorfeld an der B√∂rse bereits einen Preis und Abnahmemenge mit einem K√§ufer abstimmen darf, sondern warten muss, bis die Milch schlecht wird. Bei Aktien gilt √Ąhnliches.
 Nat√ľrlich gibt es wo Licht ist auch immer Schatten, aber die o.g. Produkte sind wohl nicht beim Planspiel dabei.
 Planspiel B√∂rse ist in meinen Augen also durchaus sinnvoll, um den Wirtschaftskreislauf, in und von dem wir ALLE leben, und gewisse Zusammenh√§nge besser zu verstehen. Darum habe ich fr√ľher ebenfalls gern an diesem Spiel teilgenommen.
 Kritisieren Sie gern das Verhalten einiger Manager/ Marktteilnehmer (es ist ja zum Gl√ľck die Minderheit) und die Politik, die es nicht schafft, dem Einhalt zu gebieten, aber kritisieren Sie bitte nicht das Planspiel und die B√∂rse an sich, denn ohne sie w√§re der R√ľckschritt f√ľr uns alle vermutlich noch gravierender als die aktuelle Wirtschaftskrise. Danke.

09.03.2011 13:51:34

Frankura

skandalös!

hat man aus dem Herbst 2008 nichts gelernt? Hat man nicht gelernt dass die Herumzockerei sogar die Wirtschaft schädigt? Warum bringt man den Kindern nicht gleich das Roulettespiel bei?

31.01.2011 09:18:48

der Holgo

Super Idee

Wer denkt sich eigentlich solche Spiele aus? Wenn man den heutigen Sch√ľlern und m√∂glichenfalls k√ľnftigen Managern statt ordentlicher Mathematik lieber beibringt, wie man Geld, dass man gar nicht hat auf schnellstm√∂glichem Wege verjubelt, dann brauchen wir uns um k√ľnftige Wirtschaftskrisen ja keine Sorgen mehr zu machen.

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