Mittwoch, 23. April 2014



16.09.10 18:35 LR Eberswalde
Konkurrenz unter Nachwuchsbrokern

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9 Kommentare

09.08.2011 14:12:05

Frankura

Korrektur

eben nicht Geldwirtschaft privatisieren = verstaatlichen

09.08.2011 14:10:21

Frankura

@Fran

Ich will auch keinen Sozialismus. Es gibt einige Bewegungen die was am Geldsystem ändern wollen. Die sind aber alle viel zu klein und zu zersplittert, als dass da eine ausreichende Durchschlagskraft entstehen könnte. Bis sich etwas politisch bewegt ist die Karre längst im Dreck versunken. Dann kommen vielleicht Radikale an die Macht und wer weiß wo das hinführt. eigentlich ist es aussichtslos. Ich habe aber einen kleinen Hoffnungsschimmer bei der Linkspartei. Die haben immerhin nach Jahrzehnten begriffen dass man nicht alle Produktionsmittel sondern die Geldwirtschaft privatisieren muss. Die Banken zu privatisieren und die Geldschöpfung unter staatliche Kontrolle zu bringen wäre ein richtiger Schritt. Schließlich gedeiht und scheitert alles an der Finanzierung! Der Staat muss der Wirtschaft zinsgünstige, besser zinslose Kredite zur Verfügung stellen. Die Unternehmen werden vorher natürlich auf Wirtschaftlichkeit und Sicherheiten usw. überprüft - so wie heute auch. Die Stelle die das prüft könnte auch wiederum von unabhängigen Gutachtern z.B. von der IHK überwacht werden. Wie gesagt, kein Sozialismus! Wenn durch die Zinslosigkeit die Guhaben-Schulden-Spirale unterbunden wird, brauchen wir auch kein unendliches Wirtschaftswachstum mehr. Dann wächst die Wirtschaft bei bedarf oder auch nicht. Wir hätten etliche Folgeprobleme nicht. Das einzige Problem ist nur, dass viele auf ihre liebgewordenen leistungslosen Kapitaleinkünfte verzichten müssten. Aber dafür hätte man weniger Stress auf der Arbeitsstelle, denn man müsste nicht mehr die Kapitaleinkünfte von anderen erwirtschften (Schulden). Die Gläubiger werden etwas dagegen haben, denen ist das eigene Hemd näher als die eigene Hose . So wirds wohl leider im Chaos enden.

09.08.2011 12:39:02

Fran

@Frankura und spaeter andere Leser

Ich lese Sie sehr gerne und vielleicht auch, weil ich Sie verstehe und ich die Situation aehnlich sehe.
 Es stellen sich mir zwei Fragen.
 Wie kann man den jetzigen Raubtierkapitalismus baendigen?
 Denn mit diesen Auswuechsen werden die demokratischen Gesellschaften wohl bald einer schwierigen Zukunft entgegen gehen. Hoffentlich ist die Spirale nach unten noch aufzuhalten.
 Hoffentlich kann Deutschland und alle anderen Nationalstaaten das reinigende Gewitter sozial abfedern.
 Ich spreche garantiert nicht als Europa, denn die neu gestaltete EU ist Teil dieses scheinheiligen Ausbeutungssystems.
 Wie kann der Politik verstaendlich gemacht werden, dass das wirtschaftliche System einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer, aus dem Gleichgewicht geraten ist?
 Das BIP in Deutschland,glaube ich, steigt teilweise nur durch den ewigen Verzicht der Arbeitnehmer, das hat ja Madame Christine Lagarde vor einigen Monaten, mit etwas anderen Worten und etwas anderem Sinn auch schon festgestellt. Die Innenbilanz muss verstaerkt werden.
 Seit Jahren ueben wir uns in Lohnverzicht, kommunalen Sparmassnahmen, sehen den 1.Mai als grosse Sause, verteilen immer mehr EU"Foerdergelder", erfinden H4 um dem "Mob" der leider in Arbeitslosigkeit geschickt werden muss, noch mal ins Knie zu schiessen und das BIP steigt und steigt,sowie auch der Millionaersanteil steigt. Vergessen habe ich jetzt noch die Idealisten, die dann noch zum Aufstocken zum Amt muessen. Eine Schande.
 Koennte man ueberhaupt weltweit die Finanzindustrie regulieren? Wuerden die minderbemittelten, elitaeren Politiker das ueberhaupt verstehen, um eine Veraenderung des Systems durchzusetzen und zu koennen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich moechte um Gottes Willen den Sozialismus nicht zurueck aber ein gewisses Mass an Gerechtigkeit sollten sich das gemeine Volk ,Wohl oder Uebel (dann lieber Wohl) zurueck erkaempfen.
 Leider sehe ich hier aber auch etwas schwarz, denn unsere Medien haben in den letzten 20 Jahren die Menschen wohldosiert verbloeden lassen. Daher wird das Volk wohl mehr Engagement bei der Telefonwahl fuer Deutschland sucht den Superstar zeigen anstatt fuer Ihre Rechte zu kaempfen.
 Der 1. Mai sollte kein Volksfest sein, sondern ein Fest um fuer die Rechte des Volkes einzutreten. Vielleicht ein Anfang liebe Leute, um der allgemeinen Lethargie und Mutlosigkeit zu entfliehen.
 Ah ja und die Broker sollten lernen, mit Geld umzugehen.

09.08.2011 10:43:08

Frankura

Volkswirte in die Produktion!

Über die "Kapitalmärkte" will man leistungslose Kapitaleinkünfte erziehlen bzw. vermehren. Die meisten denken das wäre was gutes. diese Vermehrung der leistungslosen Kapitaleinkünfte geht aber auf Kosten der Leistenden, denn die müssen entsprechend auf Gewinn oder Lohn verzichten. Mittlerweile haben sich die Börsen in Spielcassinos verwandelt. Die meisten Kurse sind jenseits wirtschaftlicher Daten von Zukunftsaussichten ganz zu schweigen. Das geschieht immer vor großen Wirtschaftskrisen wo das Kapital zu geringe Vermehrungsmöglichkeiten in der Realwirtschaft findet (weil die Leistenden immer weniger melkbar sind). Da zocken Banken gegeneinander um das Kapital doch noch irgendwie zu vermehren. Einige gewinnen, viele verlieren. Nun kehrt langsam Realität an den "Märkten" ein. Ich hoffe die zukunftigen Zocker ziehen ihre Lehren daraus. Allerdning frist Gier Hirn, von daher ist nicht viel zu erwarten. Die meisten Wirtschaftswissenschaftler und Volkswirte können die Krise nicht erklären und daher auch keine Lösung anbieten. die beten nur nach was sie im Studiom gelernt haben an falschen Modellen und Luftrechnungen. Volkswirte in die Produktion! Hier gibts eine seltene Ausnahme: http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3058-drei-bis-fuenf-durchgaenge-dann-kollabieren-die-maerkte-endgueltig.html
 Das der Mann in seiner Gilde nich angesehen ist dürfte nicht verwundern.

19.05.2011 18:42:54

CB

Gegendarstellung

Die Börse ist ein organisierter Markt, an dem, durch Hinzunahme eines Maklers, Angebot und Nachfrage durch den Preis (Kurs) ausgeglichen werden. Der aufgeführte Kauf einer Aktie (Papier) ist NICHT "zu teuer", weil jemand es teurer verkauft als gekauft hat. Die Aussage "zu teuer" kann gern gewählt werden, weil der Käufer eine Zukunftserwartung hatte, die nicht eingetreten ist und damit der Wert des Papiers gesunken ist. Diesen Wertverlust muss allerdings nicht die Belegschaft des Unternehmens oder das Unternehmen selbst erbringen.
 Ein einfaches Beispiel: ein Unternehmen hat Kapitalbedarf , z.B. um in neue Anlagen investiert werden sollte, um dadurch ggf. auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dieses Kapital wird an der Börse beschafft, durch Verkauf von Aktien des Unternehmens (einmaliger Liquiditätserlös). Durch den Weiterverkauf dieser Aktie erhält das Unternehmen kein zusätzliches Geld oder muss Geld aufwenden. Das Unternehmen hat durch die neuen Anlagen möglichst bessere/ mehr/ andere Waren und möglichst mehr Umsatz/ Gewinn. Wenn nicht, liegt das aber nicht an den Aktien. Durch diesen Mechanismus wird das Geld im Wirtschaftskreislauf wieder in den Produktionsprozess eingebracht, was m.E. nicht nachteilig ist. Und der geschaffene Gegenwert ist der höhere Produktionsausstoß.
 Ich möchte meinen Vorredner nicht überzeugen, dass die Börse der Himmel auf Erden ist, das ist sie nämlich nicht, aber die Börse ist historisch u.a. genau aus den o.g. Gründen entstanden. Entwicklungen, die mitlerweile kaum noch einer beherrscht sind aber auch meinerseits sehr kritisch zu sehen. Und die Entstehung der Finanzkrise ist halt nicht auf die Börse, sondern auf Produkte und Entwicklungen AN der Börse zurückzuführen.
 Aber das ändert nichts daran, dass es aus meiner Sicht sinnvoll ist, die Grundzüge der Börsenmechanismen zu schulen. Schließlich wird auch Chemie gelehrt, obwohl Chemikalien giftig für die Umwelt sein können. Und weil Firma xy Chemie unberechtigt ins Wasser kippt, wird nicht Chemie aus dem Lehrplan genommen.
 Und nicht alles, was aus der Realwirtschaft kommt, stellt einen Wert dar, wird aber "zu teuer" an den Mann gebracht. Beim Roulette verbleibt übrigens eine feste Menge an Bargeld im Kreislauf, bis das Spiel beendet wird (und Verlust/ Gewinn ersichtlich wird). Der Wirtschaftskreislauf umfässt jedoch einen x-fache Betrag an verschieden definierten Geldmengen, die in BAR gar nicht vorhanden ist. Das macht die Sache halt so kompliziert und daher kann man auch nicht erklären "wo Geld her kommt", denn Geld kommt nirgendwo her, es bewegt sich idealer Weise im Kreis.
 Habe fertig!!
 
 PS: Leistung ist nicht nur (körperliche) Bereitstellung der Arbeitskraft!! Nur leider wird die körperliche Leistung in unserer heutigen Gesellschaft nicht immer ausreichend honoriert, da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Danke

28.04.2011 13:36:05

Frankura

@CB

Das ist Unsinn. Jedes "Produkt" das im Börsencassino irgenwann zu Cash gemacht wird ist eine Umverteilung von Kapital.
 Entweder eine Spekulation = Jemand hat ein Papier zu teuer gekauft und ein anderer teurer als gekauft verkauft. Was der eine an Kapital verliert hat ein anderer gewonnen.
 Oder es handelt sich um eine Umverteilung von Leistungsentgeld = nennt man Investition. Die Rendite die jemand leistungslos einnimmt, muss dem Leistungserbringer im Unternehmen fehlen. Was ein Kapitalgeber leistungslos erhält muss dem Unternehmer und dessen Angestellten automatisch fehlen. Das ist ja der Sinn des Kapitalismus leistungslose Einkommen zulasten der Arbeitseinkommen zu generieren. Nur was in der Realwirtschaft produziert wird sind aber wirkliche Produkte mit Wert, "Finanzprodukte" sind verschleierte Kapital-Umverteilungs-Instrumente.
 Also handelt es sich beim Börsencassino um eine Umerteilungsveranstaltung gerade wie beim Roulette wo der Betreiber gewinnt oder verliert spiegelbildlich was die Spieler gewinnen oder verlieren. Den Jugendlichen sollte man auch erklären, wo das Geld dass sie an der Börse "gewinnen" her kommt, bzw. wer den Gegenwert dazu erwirtschaftet. Ich schätze, davon hören die nichts.

26.04.2011 15:58:15

CB

skandalös??

Gern werden z.Zt. alle Mechanismen der Börse als das Böse an sich über einen Kamm geschoren. Es ist richtig, dass Produkte, die auch an der Börse gehandelt werden/ wurden, zu den schweren Problemen der letzten Zeit beigetragen haben und es viele Spekulanten gibt, die leider immer wieder diese Spiele treiben und die Politik sich weiter uneins ist, wie man dem begegnen soll.
 ABER – wenn man sich das Planspiel Börse mal anschaut wird man sehen, dass hier einfachste Börsenprodukte, an denen man die Grundregeln der Börse gut lernen kann. Und die Börse an sich ist nichts Schlechtes. Erklären Sie mal einem Bauern, dass er nicht im Vorfeld an der Börse bereits einen Preis und Abnahmemenge mit einem Käufer abstimmen darf, sondern warten muss, bis die Milch schlecht wird. Bei Aktien gilt Ähnliches.
 Natürlich gibt es wo Licht ist auch immer Schatten, aber die o.g. Produkte sind wohl nicht beim Planspiel dabei.
 Planspiel Börse ist in meinen Augen also durchaus sinnvoll, um den Wirtschaftskreislauf, in und von dem wir ALLE leben, und gewisse Zusammenhänge besser zu verstehen. Darum habe ich früher ebenfalls gern an diesem Spiel teilgenommen.
 Kritisieren Sie gern das Verhalten einiger Manager/ Marktteilnehmer (es ist ja zum Glück die Minderheit) und die Politik, die es nicht schafft, dem Einhalt zu gebieten, aber kritisieren Sie bitte nicht das Planspiel und die Börse an sich, denn ohne sie wäre der Rückschritt für uns alle vermutlich noch gravierender als die aktuelle Wirtschaftskrise. Danke.

09.03.2011 13:51:34

Frankura

skandalös!

hat man aus dem Herbst 2008 nichts gelernt? Hat man nicht gelernt dass die Herumzockerei sogar die Wirtschaft schädigt? Warum bringt man den Kindern nicht gleich das Roulettespiel bei?

31.01.2011 09:18:48

der Holgo

Super Idee

Wer denkt sich eigentlich solche Spiele aus? Wenn man den heutigen Schülern und möglichenfalls künftigen Managern statt ordentlicher Mathematik lieber beibringt, wie man Geld, dass man gar nicht hat auf schnellstmöglichem Wege verjubelt, dann brauchen wir uns um künftige Wirtschaftskrisen ja keine Sorgen mehr zu machen.

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