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Für 4K gemacht

King Arthur
King Arthur © Foto: WHV
Stefan Klug / 13.11.2017, 14:39 Uhr - Aktualisiert 17.11.2017, 14:10
(MOZ) Die Erkenntnis kommt überraschend und haut ihn um. Denn als Arthur sich rotzfrech durch die Massen nach vorn drängelte, ahnte er nicht, dass dieser Moment sein Leben verändern wird. Er packt das Schwert, das da in einem Steinblock steckt und - zieht es raus. Er ist der Auserwählte, der neue König, der den Tyrannen in den Tod schicken wird. Doch so weit ist es noch lange nicht. Denn um Excalibur zu nehmen, brauchte es nur die Abstammung, um es zu führen aber muss man die magische Kraft zu beherrschen. Ausgerechnet er, Arthur, aufgewachsen in einem Bordell, für die Straße geschaffen, sich stehlend und prügelnd durch die Jahre geschlagen, soll derjenige sein, auf den das geschundene Land gewartet hat. Demnach wäre der auf dem Thron sein Onkel. Jener Typ, der nicht nur für den Tod der Eltern verantwortlich ist. Er hat sich zudem mit finsteren Mächten verschworen. Ja, der König lebt in einer Welt, die Arthur erst kennenlernen, erfahren muss.

Und dies tut er in wirklich beeindruckender Weise. Guy Ritchie wäre nicht er selbst, hätte er die alte Sage nach angestammtem Muster erzählt. Nein, Richie macht daraus buchstäblich ein Stück Pop-Kultur. Der Held führt eine neuzeitlich Zunge und ist auch sonst so ganz anders als ein Thronfolger sein sollte. Gleiches gilt gewissermaßen auch für die Gefährten. Und den Rest besorgt der Regisseur mit den für ihn typischen ungewöhnlichen Einstellungen und schnellen Schnitten. Mitunter lässt Richie den Film auch mal kurz rückwärts laufen. Alles, nur nicht gewöhnlich war wohl das Motto. Freilich, ganz bis zum Ende hält der Brite diesen anarchistischen Stil nicht durch, muss irgendwann auch der eigentlichen Sage huldigen, ohne Arthur oder Excalibur der Lächerlichkeit preiszugeben. Dann aber springen die CGI-Spezialisten ein und zaubern unglaubliche Effekte herbei. 2-D, 3-D oder 4K, bei "King Arthur" kann die Antwort nur lauten: Her mit der höheren Auflösung. Nicht nur, dass diese die ungemein hohe Fertigungsqualität des Materials, dem nicht anzusehen ist, was im Studio oder am PC erschaffen wurde, gerecht wird. Richie treibt es zwar wild, aber nicht sonderlich bunt. Graue bis schwarze Töne überwiegen, dazu reichlich erdfarbene. Und der Regisseur setzt auf hell-dunkel-Kontraste. Erst dank des HDR-Farbraumes kann man hier wirklich Abstufungen und damit Tiefe im Bild wahrnehmen. Das gibt dann aber auch feinste Oberflächenstrukturen Preis, so dass ein gesamt sehr plastischer Eindruck entsteht. Nicht zuletzt sind die Ansichten in Sachen Schärfe über alle Zweifel erhaben, und zwar über die gesamte Fläche hinweg. Das kann auch nicht jeder. Dem überzeugenden Bild schließt sich 3-D-Ton an. Denn per Dolby-True-HD werden Signale an bis zu neun Schallwandler gesendet, wenn gewollt auch nach oben, Dolby-Atmos wird unterstützt. Das richtige Equipment vorausgesetzt ist der Zuschauer buchstäblich inmitten der Action. Damit findet das Gesamtpaket auch technisch ein rundes Ende.

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 126 Minuten; Verleih: WHV; Regie: Guy Ritchie; Charlie Hunnam, Astrid Bergès-Frisbey, Jude Law; USA 2017

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