Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Staatliches Museum Schwerin bekommt Marstall dazu

Besucher sind im Garten hinter dem Marstall - einem Teil der BUGA 2009
Besucher sind im Garten hinter dem Marstall - einem Teil der BUGA 2009 © Foto: dpa
25.12.2010, 10:28 Uhr
Schwerin (DPA) Das Staatliche Museum Schwerin bekommt 700 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche. Das landeseigene Museum werde künftig auch im historischen Marstall nur wenige hundert Meter vom Haupthaus entfernt Ausstellungen präsentieren können, sagte Bildungsminister Henry Tesch (CDU) der Nachrichtenagentur dpa. Dem Vorschlag seines Ressorts hätten sich auch Finanz- und Bauministerium sowie der Liegenschaftsbetrieb des Landes angeschlossen.

Der Marstall liegt in bester touristischer Lage, in Sichtweite von Museum und Schloss und zwischen dem Kultus- und dem Sozialministerium, die ebenfalls in Gebäuden aus der Herzogszeit untergebracht sind.

Noch hat im Marstall das Technische Landesmuseum seine Ausstellungsräume. Es soll im Sommer 2011 ausziehen; derzeit entsteht in Wismar ein modernes und deutlich größeres Technikmuseum mit dem Namen „Phantechnikum“. Danach soll im Marstall zunächst für zwei Monate eine Ausstellung zum Internationalen Jahr des Waldes gezeigt werden, wie Tesch sagte. Anschließend werde der Marstall für die Bedürfnisse des Staatlichen Museums umgebaut. Geplant seien Bereiche für Wechselausstellungen, Veranstaltungen und eine ständige Ausstellung.

Der Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, Dirk Blübaum, rechnet damit, dass die neue Museumsaußenstelle im Herbst 2012 eröffnet werden kann. Gezeigt werden soll dort unter anderem eine Ausstellung mit Werken von Günther Uecker, die das Museum als Dauerleihgabe vom Bund erhalte. Dabei handele es sich um die Schau „Der geschundene Mensch“ zum Thema Menschenrechte des Instituts für Auslandsbeziehungen (IFA), die derzeit um die Welt tourt. Demnächst ist sie in Kapstadt (Südafrika) zu sehen. Blübaum zufolge läuft die Ausstellung noch zwei Jahre, dann soll sie nach Schwerin kommen.

Günther Uecker gehört zu den bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlern. Berühmt wurde er vor allem mit seinen Nagelbildern. Uecker wurde 1930 in Wendorf bei Wismar geboren, heute lebt er in Düsseldorf. Die Ausstellung „Der geschundene Mensch: 14 befriedete Gerätschaften“ entstand für das Institut für Auslandsbeziehungen von Herbst 1992 bis Frühjahr 1993.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG