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Singakademie lädt zum Frühlingssingen

Kunterbunt gekleidet und stimmlich überzeugend: der Knabenchor der Frankfurter Singakademie
Kunterbunt gekleidet und stimmlich überzeugend: der Knabenchor der Frankfurter Singakademie © Foto: Michael Benk
Peter Buske / 25.04.2016, 09:47 Uhr
Frankfurt (Oder). (MOZ) "Winter, ade! Scheiden tut weh", singt das Volkslied. Und weiter heißt es dort: "Aber dein Scheiden macht, dass mir das Herze lacht". Auch deshalb, weil eine weitere Weise erfreut feststellt: "Nun will der Lenz uns grüßen". Was wiederum für die Chöre der Frankfurter Singakademie Gründe genug sind, am Sonnabendnachmittag in die Konzerthalle zum Hörgenuss und Mitsingen einzuladen. Leider ist sie nur überschaubar besetzt, lockt doch Sonnenschein eher zum Aufenthalt im Freien als in den Musentempel. Dort bieten alle Chorgruppen ein abwechslungsreiches Programm, das von Volksliedern bis zu swingenden Poptiteln reicht. Die Fäden liegen in den Händen des dirigierenden und moderierenden Chordirektors Rudolf Tiersch.

Kunterbunt sind viele Sänger gekleidet. So auch der Spatzenchor. Verstärkt um polnische Jungsänger, tritt er als Projekt-Ensemble "Singing All Together" auf. Mit Lust sind die Fünfjährigen bei der Sache, sorgen mit ihrem Bericht von der "Vogelhochzeit" für Begeisterung. Ein wenig aufgeregt ist die Nachwuchsgruppe des Knabenchores, wobei ein Drittel von ihnen zum ersten Mal auf der Bühne steht. Voller Freude singen sie "Beim Waschen geht der Dreck weg", um danach festzustellen: "Babuschka hat eine Ziege." Beide Kinderlieder stammen aus der Feder von Gerd Natschinski. Im Tierreich hat sich ebenfalls der Knabenchor umgetan, der im raffinierten Chorsatz zu erzählen weiß, dass der Fuchs die Gans gestohlen habe. Stimmlich in guter Verfassung, beobachtet die Gruppe ebenso witzig "Zwischen Berg und tiefem Tal" das nicht ganz ungefährliche Treiben zweier Hasen.

Stimmlich und gestalterisch gereift ist auch der aus jungen Frauen bestehende Jugendchor, der sich in besinnlichen Renaissance-Liedern mit der Liebe beschäftigt, um im poppigen "Fever" von den Folgen zu künden. Durch immer neue Chorgruppen-Paarungen entstehen reizvolle Klangmischungen, die nicht nur beschwingte Heiterkeit erstehen lassen, sondern auch für beeindruckende, gestalterisch tiefgängige Emotionen sorgen. So bei der Vertonung des Gisela-Steineckert-Textes "Das ist der einfache Frieden" mit wechselnden Knabensolisten oder dem anrührenden "Kranichlied". Manches Gehörte wird von trommelnden Choristen begleitet, anderes von Klavier und Orgel (Steffen Schreiner).

Zum Abschluss begeistert die klangfarbenreiche Stimmgewalt aller, wobei der unkonventionell gekleidete Große Chor auch schon im Entree fröhlich von seiner ausgewogenen Sangeskunst künden kann. Überall glückliche Gesichter!

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