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Vom Jauchzen und Frohlocken

Peter Buske / 29.11.2016, 16:04 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Singen und Orgelmusik gehören zu Advent und Weihnachten wie das Christkind und der Nikolaus, wobei letzterer für die Bereitstellung diverser schöner Gaben zuständig ist. Als solcher dürfte sich auch Rudolf Tiersch, Chordirekter der Singakademie Frankfurt (Oder), gefühlt haben, als er am Sonntag zum traditionellen Adventssingen in die Konzerthalle eingeladen hatte.

"Alle Jahre wieder" heißt der Titel des Programms mit vertrauten klassischen und fremdsprachigen Liedern quer durch die Jahrhunderte, mit denen die jungen Sänger der Chorensembles die Vorfreude auf die Weihnachtszeit voller innerer Begeisterung herbei gesungen haben. A cappella oder mit Klavier- beziehungsweise Orgelunterstützung.

Und so ist es Steffen Schreiner, der gleich zu Beginn die Sauerorgel mit einer freien Improvisation über den Choral "O Heiland, reiß die Himmel auf" aufrauschen lässt, bis alle Choristen ihren Platz auf dem Podium gefunden haben. Dann stimmen der Knaben- und der Jugendchor unter Leitung von Jürgen Hintze jenen Adventshymnus an, der sogleich für die entsprechende Stimmung sorgt. Doch auch jede Formation für sich weiß mit geschmeidigem Singen zu überzeugen. Wie beispielsweise die Jungmädchenstimmen des Jugendchores (Leitung: Rudolf Tiersch) in den schlicht vorgetragenen Weisen "Sind die Lichter angezündet" und "Tausend Sterne sind ein Dom" oder ihre Winterausflüge mit Disney-Filmmelodien.

Oder der Knabenchor, dessen markante Männerstimmen sich mit den Knabensopranen und -alten vorzüglich mischen. Und auch durch ihr rhythmisch präzises Singen hat die Truppe wieder zu einstigem künstlerischen Niveau gefunden. Dass es in Frankfurt auch singfreudige Jungs gibt, beweist der von Doris Blenck betreute Knabennachwuchschor. Frisch und munter singt er von "So viel Heimlichkeit" und gibt der Aufforderung "Ihr Kinderlein kommet" die witzige Würze. Eine überzeugende Daseinsvorsorge für den Knabenchor!

Genauso erfreulich das deutsch-polnische Klangprojekt "Singing all together" (Magdalena Ilowska) aus Frankfurter Spatzenchor und Slubicer Kindern, die zuweilen in swingender Gospellaune ("Oh, What a Day") für Begeisterung sorgen. Und somit sehr direkt ihre ungekünstelte Freude an der Musik verbreiten. Auch das Publikum ist mehrmals zum Mitsingen aufgefordert. Was vorzüglich gelingt, denn der entsprechende Fundus ist ihm - trotz Smartphon- und PC-Gebrauch - noch immer abrufbar.

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