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Dietmar Stehr 19.03.2017 19:20 Uhr

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Festival mit liturgischem Auftakt

Neuruppin (MOZ) Ein positives Fazit haben am Sonntag die Veranstalter der Aequinox-Musiktage zur Tag- und Nachtgleiche in Neuruppin gezogen. Etwa 1500 Besucher fanden den Weg zur achten Auflage des privat organisierten Festivals.

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Eröffnungskonzert Deutsche Messe

© MOZ/Eckhard Handkee

Wenn der Frühling ins Haus steht, die Sonne höher steigt und Tag und Nacht gleichlang sind, regiert in Neuruppin ein Wochenende lang die Alte Musik. Außergewöhnliche Konzerte und Lesungen locken dann Kulturliebhaber aus dem gesamten Bundesgebiet in die Fontanestadt. Denn geboten wird stets Hochkarätiges.

Das diesjährige Programm steckte voller Bezüge zum Reformations-Jubiläum. Beim viel beklatschten Eröffnungskonzert in der Klosterkirche führte der Staats- und Domchor Berlin eine Deutsche Messe auf. Zurückzuführen ist sie auf Martin Luther, der die Liturgie erneuern und den Gottesdienst verständlicher gestalten wollte.

Den Kontrast dazu bildete ein Konzert des römischen Ensembles Concerto Romano, das im nahegelegenen Netzeband Musik der Gegenreformation aufführte und somit den Konfessionskonflikt nach der Kirchenspaltung klanglich erlebbar machte.

Ein Charakteristikum der Aequinox-Musiktage ist die Auswahl ungewöhnlicher Schauplätze. Am deutlichsten wird das stets beim Wandelkonzert am Samstagabend. Nach einem zentralen Auftakt schwärmten diesmal 13 je 25-köpfige Besuchergruppen aus, um bei einem abendlichen Stadtspaziergang kurze Darbietungen zu genießen - unter anderem in einer Werkstatt, einer Buchhandlung, einer Galerie und einem Atelier.

Gut besucht waren auch die beiden musikalischen Lesungen mit Schauspieler Wolfgang Maria Bauer und der Sopranistin Susanne Ellen Kirchesch. Unter dem Motto "Was ihr wollt" widmeten sie sich in einem alten Kornspeicher Shakespeare und dessen Zeit. Die instrumentale Begleitung lieferte die auf Alte Musik spezialisierte Berliner Lautten Compagney, deren Kopf Wolfgang Katschner das Programm zusammenstellte.

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