Küstrin (DPA) Das dreitägige Musikfestival „Haltestelle Woodstock“ in der polnischen Grenzstadt Küstrin (Kostrzyn) zieht in diesem Jahr nicht so viele Besucher an wie 2009. „Es ist nicht so voll wie im vergangenen Jahr“, sagte der Leiter des deutschen Kooperationspartners Seelower Jugendzentrum, Jens Lawrenz, am Samstag. Rund 200 000 Menschen seien auf dem Gelände, erwartet worden waren wie im Vorjahr 400 000.
Bei dem Musikfestival ohne Eintrittsgeld treten bis Sonntag 50 Bands aus Europa und Übersee auf. Überschattet wird die Veranstaltung in diesem Jahr vom Unglück bei der Loveparade in Duisburg. Dort waren vor einer Woche bei einer Massenpanik 21 zumeist junge Menschen zu Tode gedrückt und getrampelt worden. Bei einer Trauerfeier gedachten am Samstag in Duisburg zahlreiche Menschen der Opfer, unter ihnen Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Beim Festival in Küstrin gab es laut Lawrenz bislang keine Sicherheitsprobleme. Die Stimmung unter den Rockfans sei „friedlich und ausgelassen“. Überhaupt sei „Haltestelle Woodstock“ als nichtkommerzielles Festival nicht mit der Loveparade vergleichbar. Das Gelände in Küstrin sei frei zugänglich, Absperrungen gebe es nur im Bühnenbereich. Allerdings habe man das Sicherheitskonzept nach dem Unglück im Ruhrgebiet noch einmal überprüft, sagte Lawrenz.

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