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Familie Hübner bietet ihre landwirtschaftlichen Produkte im Danewitzer Hofladen und auf Märkten in Bernau und Biesenthal an

Regional und je nach Saison

Erweiterungspläne: 2005 stiegen Babette (r.) und Karsten Hübner mit ihrem Hof in die Direktvermarktung ein. Bereut haben sie diesen Schritt nicht. Gemeinsam mit Tochter Josefine, die sich dem Studium der ökologischen Landwirtschaft widmet, haben Vergrößer
Erweiterungspläne: 2005 stiegen Babette (r.) und Karsten Hübner mit ihrem Hof in die Direktvermarktung ein. Bereut haben sie diesen Schritt nicht. Gemeinsam mit Tochter Josefine, die sich dem Studium der ökologischen Landwirtschaft widmet, haben Vergrößer © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 07.10.2017, 06:15 Uhr
Danewitz (MOZ) Die Region und die Saison sind für die Familie Hübner in Danewitz die ausschlaggebenden Kriterien bei der Produktauswahl für ihren Hofladen. Damit will sie auch erreichen, dass Verbraucher wieder ein unmittelbareres Verhältnis zu Obst, Gemüse und Fleischwaren bekommt.

Der Hof der Danewitzer Familie war eigentlich schon immer ein Landwirtschaftsbetrieb, auch wenn der Anbau zeitweise nur zum eigenen Bedarf erfolgte. Als Babette und Karsten Hübner 2005 den elterlichen Hof übernahmen, fiel zugleich die Entscheidung, mit dem Anbau auch in die Direktvermarktung einzusteigen. Das Ergebnis: Der erste Hofladen wurde eingerichtet. Heute, rund zwölf Jahre später, steht eine größere Erweiterung an. Eine Lagerhalle wird errichtet. Ein Teil davon dient als Thermolagerstätte für Kartoffeln. Sie gehören fast ganzjährig zu den Hauptprodukten des Hofes und werden in sechs bis sieben Sorten angebaut. Die Lagerung vor Ort, sagt Babette Hübner, sei auch ein Schritt in die Unabhängigkeit bei den Betriebsabläufen. Anschließend soll auch die Ladenfläche vergrößert werden. Für Fleisch und Käse entsteht ein extra Raum. Der Erfolg des Unternehmens macht sich auch daran fest, dass die Nachfolge mit Tochter Josefine Hübner gesichert ist. Nach ihrem Lehramtsstudium absolviert sie ein Studium im ökologischen Landbau.

Dass das Familienunternehmen diesen Weg mit Erfolg beschreitet, liegt vermutlich sicherlich daran, dass die Ursprungsidee für Hof und Hofladen beharrlich und mit Bedacht verfolgt wird. Vor zwölf Jahren wurde mit einem Schwein und 30 Gänsen begonnen. Heute sind es elf Schweine und 300 Gänse. "Der Kundenstamm ist mit dieser Entwicklung mit gewachsen", freut sich Babette Hübner. Heute kommen Kunden auch aus Berlin oder Schwedt.

Angebaut wird, "was sich regional anbietet", lautet das Motto. Gemüse und Obst profitieren dabei von dem Mist aus der Tierzucht. Da das Futter für die Tiere auch angebaut wird, entsteht eine Kreislaufwirtschaft.

Der Erntekalender beginnt beim Spargel und endet mit Kürbis. Dazu gesellen sich Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel, Salate, Kohlrabi, Mangold, Tomaten, Rote Beete und vieles mehr. "Es gibt für alles seine Zeit", sagt Babette Hübner. Da der Spargel auf Lehmboden angebaut wird, kann er erst etwas später geerntet werden. "Wir verfrühen nicht. Folien und heizbare Flächen gibt es nicht."

Allein der Kürbis ist ein Paradebeispiel für die Vielfalt der heimischen Fruchtgemüses. Mehr als 40 Sorten mit unterschiedlichem Geschmack, in verschiedenen Formen und Farben bietet der Hofladen an. 15 verschiedene Tomatensorten gesellen sich dazu. Kräuter, Säfte und Liköre, Gelees, Getreide, Wurst, Fleisch vom Schwein, Schaf oder Rind sowie Gänse kommen hinzu.

Neue Kunden fragen oftmals nach Kochrezepten, zum Beispiel nach dem richtigen Umgang mit frischem Grünkohl. "Sie haben Spaß am Kochen und wollen viel ausprobieren", berichtet Josefine Hübner. Mit dem richtigen Tipp ist vieles gar nicht schwer. Auch so wachsen viele Kunden und der Hofladen zusammen. Gleichbleibende Qualität gehört dazu. Beim Fleisch etwa gehe der Trend dahin, lieber weniger zu essen, sich dafür aber schmackhafte Stücke zu gönnen.

Der Hofladen in der Dorfstraße 22 ist von Mai bis Dezember montags bis sonnabends von 9 bis 18 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 13 Uhr sowie von Januar bis Mai dienstags bis sonnabends von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Wochenmärkte in Bernau und Biesenthal werden sonnabends beziehungsweise donnerstags bestückt.

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