Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Auszeichnungsveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Bernau / Spende für Familien der getöteten Kameraden auf der A2

Deutlich mehr Einsätze als im Vorjahr

Ein halbes Jahrhundert für den Brandschutz: Jörg Erdmann und Michaela Waigand gratulieren Hubert Heinrich und Bernd Falkenthal (v.l.) zur 50-jährigen Mitgliedschaft in der Feuerwehr.
Ein halbes Jahrhundert für den Brandschutz: Jörg Erdmann und Michaela Waigand gratulieren Hubert Heinrich und Bernd Falkenthal (v.l.) zur 50-jährigen Mitgliedschaft in der Feuerwehr. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 09.10.2017, 06:44 Uhr - Aktualisiert 09.10.2017, 23:15
Bernau (MOZ) Nach den Tagen mit Dauereinsätzen aufgrund der schweren Schäden durch das Sturmtief "Xavier" war für die Freiwillige Feuerwehr Bernau am Sonnabend etwas Entspannung angesagt. Auf dem Programm stand die Auszeichnungsveranstaltung in der Bernauer Stadthalle, die alljährlich zum Tag der deutschen Einheit durchgeführt wird. In diesem Jahr wurde damit zugleich das 135-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bernau gefeiert. Nicht zur bei den Einsätzen während des Sturms hätten alle Männer und Frauen der Bernauer Feuerwehr bewiesen, dass sie eine "starke Truppe" seien, hielt Stadtwehrführer Jörg Erdmann fest. Innerhalb von 48 Stunden habe es allein im Stadtgebiet 100 Einsätze gegeben. Die Hilfeleistungen bei den "normalen" Einsätzen seien noch hinzugekommen. Einmal mehr dankte Jörg Erdmann auch den Familien und Partnern der Feuerwehrleute, für die Geduld, die sie immer wieder aufbringen.

"Passt auf euch auf", mahnte Rainer Sachse als stellvertretender Kreisbrandmeister angesichts der Gefahrensituationen, denen sich die Feuerwehr immer wieder gegenübersieht. Der jüngste Sturm wird nicht der letzte gewesen sein. Sachse kritisierte jedoch, "dass manchmal die Toleranz der anderen uns gegenüber fehlt - und dies selbst bei akuten Einsätzen -, obwohl wir freiwillig eine hoheitliche Aufgabe übernehmen."

Bernauer Feuerwehr Auszeichnungsveranstaltung 2017
Bilderstrecke

Auszeichnungsveranstaltung der Bernauer Feuerwehr

Bilderstrecke öffnen

Die Bernauer Feuerwehr sei "für viele Menschen ein Vorbild", hielt Vize-Bürgermeisterin Michaela Waigand fest. Sie erinnerte insbesondere an den Großeinsatz beim Brand des Heizhauses in Friedenstal. Sie sei gern als Dezernentin für den Brandschutz tätig. Erfreulich sei, dass die Zahl der Mitglieder steige.

Auch an dem jüngsten 24-Stundenlauf in Bernau hatten sich die Feuerwehrmänner und -frauen wieder beteiligt. Schon traditionsgemäß wird ein Betrag für einen guten Zweck erlaufen. In diesem Jahr kamen 852,18 Euro zusammen, die den Familien der beiden Feuerwehrmänner der Lehniner Ortsfeuerwehr zugute kommen, die im September bei einem Rettungseinsatz auf der Autobahn A2 auf tragische Weise ihr Leben verloren haben.

Die Freiwillige Feuerwehr Bernau mit den Löschzügen Stadt, Schönow und Ladeburg sowie den Löschgruppen Birkholz und Lobetal zählt derzeit insgesamt 342 Mitglieder (Stand 7. Oktober 2017). Davon sind 68 Frauen. Insgesamt sind 178 Mitglieder aktiv. Die Jugendfeuerwehr zählt 85 sowie die Alters- und Ehrenabteilung 53 Mitglieder. Als sonstige fördernde Mitglieder sind 26 registriert.

Schon jetzt liegt die Zahl der Einsätze aufgrund der Unwetter deutlich höher als im Vorjahr. Sind es 2017 bislang 403 Einsätze, so waren es zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr 324. Dabei gab es vor Jahresfrist mehr Brände als jetzt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG