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Mit einer letzten Vorstellung in Biesenthal verabschiedet sich Varieté-Zirkus Roy in die Winterpause

Charmante Familienunterhaltung

Als "Miss Marlene" der rote Faden im Programm: Trixi alias Beatrice-Florence-Dechousa auf dem Hochseil
Als "Miss Marlene" der rote Faden im Programm: Trixi alias Beatrice-Florence-Dechousa auf dem Hochseil © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 31.10.2017, 06:40 Uhr
Biesenthal (MOZ) Keine Tiger, keine Löwen, auch keine Elefanten, und am Portal der Hinweis: "Bei Nichtgefallen gibt es das Eintrittsgeld zurück." Wie Trixi, mit bürgerlichem Namen Beatrice-Florence-Dechousa, sagt, sei das aber noch nie passiert.Im Gegenteil: "Die Besucher sind durchweg begeistert."

Der kleine Varieté-Zirkus Roy besticht mit exzellenten Künstlern, mit Comedy und mit aufregender Familienunterhaltung. Dabei hat Trixi ein Gespür für Situations-Komik und unterhält die großen und kleinen Gäste mit dem Spaß an den kleinen Unsinnigkeiten aufs Beste.

Am Sonnabendnachmittag gastierte Zirkus Roy mit seiner letzten Vorstellung vor der Winterpause am Eulenberg in Biesenthal. "Wer unsere Vorstellung besucht, muss mit einem Angriff auf die Lachmuskeln rechnen", sagt Beatrice-Florence Dechousa. "Denn wir sind authentisch, professionell ausgebildet und besitzen einen gewaltigen Schuss Humor." Trixi hat die Artistenschule in Berlin besucht, ist sehr akrobatisch und zeigt dies gleich mal auf dem Hochseil. Sie ist als "Miss Marlene" der rote Faden im Programm.

Roy Quaiser ist der Chef und stammt aus einer Zirkusfamilie. Sein Vater hatte eine große Elefantengruppe im Staatszirkus der DDR. In seiner Manege präsentiert Roy Quaiser nun Ponys und beeindruckt das Publikum mit besonderem Humor: "Die Leute können über uns und die Tiere lachen, erleben im wahrsten Sinne eine Circus-Comedy-Show", erzählt er. Und wenn ihm bei der Teller-Jonglage mal etwas herunterpurzelt, sammelt "Marlene" die Scherben in der nächsten Nummer einfach ins Körbchen...

Wenn "Miss Marlene" wenig später mit pelzigem Handtäschchen in der Manege steht und ruft: "Nein, die Handtasche heißt nicht Chantale - kein Mensch nennt seine Handtasche so - die heißt Mathilde!", hat sie die Lacher auf ihrer Seite. Chantale - das Medium in der Tasche kommt daraufhin zum Vorschein und erkennt - auch mit Augenbinde, dass der Mann da im Publikum in der zweiten Reihe was genau mitten im Gesicht hat? "Jawohl! Eine Nase!"

Zum Varieté-Zirkus Roy gehört auch noch Jochen Krenzola. Er ist Preisträger des Circus-Festivals in Monte Carlo. Laufenten, Minischweine, Tauben, Hühner, Katzen, Hunde und Papageien sind seine Zirkus-Partner, mit denen er schon Besucher in Skandinavien und Frankreich begeisterte.

Wenn sie auf Reisen sind, sind die drei Künstler Artisten und Tierpfleger gleichsam, bauen das Zelt auf und ab, basteln gemeinsam am Programm. Ihre Shows sind charmante Familienunterhaltung und eine Liebeserklärung an Zirkus und Varieté gleichermaßen.

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