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Bernauer Basketballer besiegen Angstgegner aus dem Ruhrgebiet mit 76:69 und erobern Tabellenplatz zwei in der ProB

Lok bricht endlich den Bochum-Bann

Guter Zug zum Korb: US-Amerikaner Kory Brown war im so wichtigen Spiel gegen Loks Angstgegner VfL Bochum zweitbester Werfer und kam auf 14 Punkte. Besser war nur Landsmann Dexter Werner mit 25 Punkten.
Guter Zug zum Korb: US-Amerikaner Kory Brown war im so wichtigen Spiel gegen Loks Angstgegner VfL Bochum zweitbester Werfer und kam auf 14 Punkte. Besser war nur Landsmann Dexter Werner mit 25 Punkten. © Foto: Sergej Scheibe
Simon Schönhoff / 14.11.2017, 05:49 Uhr - Aktualisiert 15.11.2017, 20:26
Bernau (MOZ) Lok Bernau gewinnt im Sonntagsspiel mit 76:69 gegen den Problemgegner VfL SparkassenStars Bochum. Durch den Heimsieg und die gleichzeitige Niederlage der bisher zweitplatzierten Artland Dragons in Oldenburg, schieben sich die Hussitenstädter nach dem neunten Spieltag der ProB Nord auf Tabellenplatz zwei vor.

Schon im Vorfeld der Partie musste Headcoach René Schilling improvisieren. Grund war das Fehlen der beiden Point Guards Bennet Hundt und Badu Buck. So übernahm der wieder zur Verfügung stehende Sebastian Fülle Verantwortung im Spielaufbau.

Das erste Viertel startete auf beiden Seiten verhalten. Bei langsamen Spieltempo tasteten sich beide Teams ab. Die ersten Highlights setzte dann Dexter Werner, der den Ball bereits in den ersten zehn Minuten zweimal spektakulär durch den Ring stopfte. Für Bochum markierte der kanadische Guard Ashton Smith immer wieder wichtige Punkte, so auch ein Korbleger mit ablaufender Uhr zum 17:14 Viertelergebnis.

Es entwickelte sich nun eine zunehmend körper- und kampfbetonte Partie, die sich gefühlt, zu großen Teilen auf dem Hallenboden der Erich-Wünsch-Halle abspielte. In der 18. Spielminute konnte Lok den Vorsprung dann mit dem 36:26 erstmals in den zweistelligen Bereich bringen und zwang Gästetrainer Gary Johnson zur Auszeit. Die SparkassenStars nahmen sich die Ansprache ihres Coaches zu Herzen und konnten zur Halbzeit auf 40:32 verkürzen.

Auch nach dem Seitenwechsel verlief die Partie zunächst zu Gunsten der Gastgeber. Nach nur zwei gespielten Minuten war die Führung sogar auf 13 Punkte (45:32) angestiegen. Doch nun erkämpften sich die Bochumer immer wieder Offensivrebounds und spielten mit ihrer physischen Spielweise ihre Stärken aus. Folglich konnten sie in der 28. Spielminute zum 51:50 aufschließen.

Lok-Trainer René Schilling griff zum Timeout und konnte seine Mannschaft wieder in die richtige Richtung lenken. Die Bernauer Korbjäger schienen bis zum 63:56 in der 32. Minute auch eigentlich alles im Griff zu haben. Jedoch fanden die Bochumer jetzt zum Wurfglück von außen und konnten durch Distanztreffer von Engel und Gebhardt in der 35. Spielminute sogar mit 65:67 in Führung gehen. Das Momentum drohte zu Ungunsten der Bernauer zu kippen. 2:22 Minuten vor Schluss war es dann Kory Brown, der mit einem Ballgewinn mit anschließendem Korbleger das 72:69 erzielte und die Bernauer erneut auf die Siegerstraße führte. Die 640 Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle feuerten ihr Heimteam nun stehend an. Als Dexter Werner 41 Sekunden vor Spielende nach Zuspiel von Youngster Jonas Mattisseck einen Schnellangriff mit krachendem Dunking beendete, stand die Halle Kopf.

Mit dem 76:69-Endstand sicherte Lok sich einen verdienten Heimsieg und konnte den "Bochum-Bann" der letzten Saison hinter sich lassen.

Lok-Headcoach René Schilling zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Der Sieg war vor dem zu erwartenden schweren Auswärtsspiel am Sonnabend in Quakenbrück sehr wichtig für unser Selbstvertrauen. Jeder einzelne unserer Jungs ging mit der richtigen Einstellung und Konzentration in die Begegnung, wodurch wir zeitig das Spiel in unsere Richtung lenken konnten. Bis auf die Schwächephase im dritten Viertel brauchen wir genau eine solche Leistung, um auch nächstes Wochenende erfolgreich zu sein."

Am Sonnabend steht für die Bernauer dann ein Auswärtsspiel mit besonderer Brisanz an. Zum einem trifft man in Quakenbrück auf den Tabellendritten Artland Dragons und damit auf den direkten Verfolger. Zum anderen gibt es ein Wiedersehen mit Pierre Bland, der im Sommer aus der Hussitenstadt ins Artland wechselte.

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