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Multitalent begeistert das Publikum mit Kostproben aus ihren Programmen und Ehrlichkeit

Dagmar Gelbke beim 16. "Schäferstündchen"

Stets in Aktion: Multitalent Dagmar Gelbke
Stets in Aktion: Multitalent Dagmar Gelbke © Foto: Klaus Kleinmann
Klaus Kleinmann / 14.11.2017, 06:01 Uhr
Bernau (MOZ) "Du gehörst ins Kabarett", so hat man Dagmar Gelbe schon in früher Jugendzeit geraten. Das stimmt - und stimmt gleichzeitig auch nicht, denn Axel G. Schäfer sagt in seiner Moderation zum Auftakt der 16. Bernauer "Schäferstündchen" mit Recht: "Diese Frau kann alles." In der Tat ist Dagmar Gelbke ein ausgesprochenes Multitalent: Sie kann singen, tanzen, steppen, schauspielern, schreiben, kochen und spricht mehrere Fremdsprachen. Vor allem beherrscht sie aber die Kunst, im Leben ihre Frau zu stehen - vom Kinderstar zur Altmeisterin -, auch wenn ihr mal der Wind ins Gesicht bläst. Ihr Leben könnte wohl, passend zu der frühen Berufsempfehlung, unter dem gleichen Titel stehen wie eine ihrer Bühnenshows: "Ne Frau zu sein ist ... Kabarett".

In einer Musikerfamilie aufgewachsen, hat sie gleich mehrfach "Hier!" geschrien, als die Talente verteilt wurden. Ihr war schon sehr früh klar, dass sie auf die Bühne wollte. Dieses Ziel verfolgte sie eisern und zielstrebig, wie sie sich überhaupt als ehrgeizig und konsequent bezeichnet - was die berufliche Seite angeht. Da muss die Frisur sitzen und das Outfit perfekt passen. Im Privatleben sei sie eher bequem und manchmal chaotisch, gibt sie zu.

Mit Bienenfleiß bildet sie sich weiter, nutzt die Beziehungen des Vaters, um ins Fernsehen zu kommen. Vor dem endgültigen Sprung auf die Bühne steht aber eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, die ihr später sehr zugute kommt, als nach der Wende zunächst die Aufträge in der Unterhaltungsbranche wegbrechen. Ihr Durchbruch zu DDR-weiter Fernsehpopularität gelingt durch die Zusammenarbeit mit Helga Hahnemann. Dagmar Gelbke wirft es aber nicht aus der Bahn, als diese Kooperation nach sechs Jahren endet. Sie ist unendlich aktiv, doch nicht alles gelingt ihr, wie sie freimütig zugibt. Diese Offenheit trägt ihr zusätzliche Sympathie beim Publikum ein. Das lauscht ihr mit großem Vergnügen und ist restlos begeistert, als sie am Schluss Kostproben aus ihren Programmen liefert. Der größte Hit ist das Seniorenlied, in dem es heißt: "Die Lunge schwarz, die Augen rot, die Zähne Gold, doch der Rollator, der rollt.

In zwei Jahren feiert sie ihr sechzigjähriges Bühnenjubiläum und hat noch viele Projekte. Man drückt ihr herzlich die Daumen.

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