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Erste Genossenschaft zieht eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung positive Bilanz

375 Bernauer Bierbrauer

In naher Zukunft: Spätestens im Frühsommer 2018 soll die eigene Brauanlage in der alten Brennerei Börnicke stehen.
In naher Zukunft: Spätestens im Frühsommer 2018 soll die eigene Brauanlage in der alten Brennerei Börnicke stehen. © Foto: Lutz Weigelt
Sabine Rakitin / 14.11.2017, 06:26 Uhr
Bernau (MOZ) (MOZ) Eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung zählt die Erste Bernauer Braugenossenschaft 375 Mitglieder. Sie zeichneten zusammen Einlagen in Höhe von 80 000 Euro. An der Finanzierung einer eigenen Brauanlage wird weiter gefeilt.

Die erste Mitgliederversammlung im November 2016 fand noch im Speicher auf dem Gutshof in Börnicke statt. Damals zählte die Erste Bernauer Braugenossenschaft 265 Mitglieder. Nun, ein Jahr und 110 Anteilseigner später, ist es das Bernauer Ofenhaus, in dem sich die Frauen und Männer auf Einladung des Vorstandes treffen, um wiederum Bilanz zu ziehen, wie weit sie mit ihrem Vorhaben, in Bernau Bernauer Bier zu brauen, voran gekommen sind.

Die Stimmung der anwesenden 81 Mitglieder war bestens, als Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Rexin pünktlich um 17 Uhr die Mitgliedervollversammlung eröffnete. Eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung hat die Genossenschaft Einlagen in Höhe von rund 80000 Euro beisammen. "Ein solides finanzielles Polster, mit dem sie ihre Aufgaben weiter realisieren kann", stellt der Aufsichtsratsvorsitzende fest. Noch immer feilt der Vorstand an der Finanzierung einer Brauanlage und bemüht sich dabei um eine Förderung durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg. Zwischenzeitlich wurde ein Produzent mit der Feinplanung der Brauanlage beauftragt.

Vorstandsvorsitzender Frank Dietrich präsentierte den Braugenossen sodann den verwirrenden Plan von Röhren und Kesseln, die in die alte Brennerei auf dem Gutshof in Börnicke eingebaut werden sollen. 2000 Hektoliter Bier könnten pro Jahr mit dieser Anlage produziert werden, erklärte er. "Wie bereits heute soll das Bier der Braugenossenschaft auch am Standort Börnicke mit natürlichen und kontrollierten Rohstoffen nach dem Reinheitsgebot hergestellt werden." Im nächsten Frühsommer, so rechnet Frank Dietrich, könnte die eigene Anlage in Börnicke fertig sein. Parallel soll es dort auf dem Gutshof dann auch einen kleinen Schankraum geben - zur Verkostung des Bieres natürlich, aber auch mit einem Imbissangebot.

Drei verschiedene Sorten Bernauer Bier lässt die Brauereigenossenschaft zurzeit "fremd" produzieren: das helle "Bernauer", das dunkle "Kantor" und ein Pale Ale mit dem Namen "Rathaus". Die Sorten gehen bei den verschiedensten Anlässen "über den Ladentisch". So schenkten die Braugenossen den Gerstensaft nicht nur auf dem Ladeburger Weihnachtsmarkt, auf der Berlympiade, beim Tapferen Schneiderlein in Börnicke und beim Lichtermarkt in Bernau, am Tag der Vereine und bei der jüngsten Lokaltour aus, sondern waren auch auf der Grünen Woche in Berlin mit ihrem Bier vertreten.

Wohlwollend nahmen die 81 anwesenden Braugenossen die Berichte zur Entwicklung der Braugenossenschaft auf. Dann ging es an die Neubesetzung des Aufsichtsrates, aus dem drei Mitglieder aufgrund beruflicher Belastungen ausgeschieden waren.Als neue Aufsichtsratsmitglieder wurden Prof. Michael Schäfer, Carmen Munsch und Christiane Stolzenberger gewählt. Mit neuen Mitgliedern ist das Gremium damit komplett. Nachrücker sind Matthias Jitschin, Armin Lobmeier, Ines Rammler und Beate Kerkhofer.

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