Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de
Unser Gewinnspiel zu Weihnachten - Heute 100€ gewinnen

Lockere Atmosphäre bei erster Langen Nacht der Wissenschaften der HNE

Wertvoller Wald und Wildfleischburger

Abgehoben: Den Blick von oben ermöglicht dem Thünen-Institut, hier vertreten durch Stuart Krause (l.), eine Drohne.
Abgehoben: Den Blick von oben ermöglicht dem Thünen-Institut, hier vertreten durch Stuart Krause (l.), eine Drohne. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 03.07.2017, 06:48 Uhr
Eberswalde (MOZ) Es sollte ein erster Versuch werden. Die "Lange Nacht der Waldwissenschaften" erinnert namentlich nicht zufällig an das Erfolgsprojekt "Lange Nacht der Wissenschaften", das an vielen Wissenschaftsstandorten Deutschlands seit vielen Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt wird.

Das Landeskompetenzzentreum Forst Eberswalde (LFE), das Thünen-Institut für Waldökosysteme, die Materialprüfanstalt Brandenburg (MPA) und die HNEE haben sich am Freitag auf ähnliche Art auf dem Waldcampus zeigen wollen.

Unter Pavillons vor dem anhaltenen Nieselregen geschützt, halten sich Mitarbeiter des Thünen-Instituts für Besucher bereit. Die finden nur zögerlich den Weg zum Campus. Institutsleiter Andreas Bolte berichtet am Stand "Forstliches Umweltmonitoring" über die abgeschlossenen Untersuchungen mit Fichten. Der Nadelbaum gilt als Verliererbaumart im Klimawandel. Das Institut hat mittels Wurzelanalyse untersucht, wie hoch der Toleranzbereich ist, wenn Niederschlag ausbleibt. Das gleiche Projekt soll nun auf die Buche angewendet werden. "Wir haben gesehen, dass viele Bäume sehr flexibel und plastisch veranlagt sind", sagt Andreas Bolte. "Für uns als Bundesinstitut ist es wichtig, den Menschen zu zeigen, wie wir den Wald an den Klimawandel anpassen können", erklärt er.

Die Menschen für den hohen Wert des Waldes zu sensibilisieren, das erwarten auch Juliane Jeschke und Felipe Mertens von der Langen Nacht. Die beiden studieren Nachhaltige Unternehmensführung am Stadtcampus, sind also nur selten auf dem Waldcampus. "Gerade Menschen in der Stadt müssen kapieren, dass der Wald ein Energiespender ist wie kein zweiter", sagt Juliane Jeschke (30). Eine Veranstaltung wie die Lange Nacht kann den Menschen die unterschiedlichen Nutzungsformen des Waldes nahebringen - dazu gehört für sie vor allem die der Erholung. "Der Wald gehört allen", sagt Felipe Mertens (28). Demnach trage aber auch jeder dafür Verantwortung. Verständnis schaffen, das will auch Michael Luthardt. "Wir wollen zeigen, was hier passiert und zwar durch bürgernahe Angebote", sagt der Leiter des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE). Für viele sei Wissenschaft etwas Abstraktes. Anschauliche Arbeiten wie die des Nadelpflückers mit anschließender Untersuchung sind dagegen greifbar. Schon jetzt überlege man, wie eine Folgeveranstaltung optimiert werden kann. Größer solle sie nicht werden, aber ein Angebot für Kinder bereithalten, findet Luthardt mit Blick auf die Gäste.

Bei vegetarischem und Wildfleischburger, Bier und Musik in der Mensa haben die Studenten ein lockeres Ambiente geschaffen. Hochschul-Präsident Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson lobt vor allem die enge Zusammenarbeit aller Bereiche. Man überlege sogar, eine gemeinsame Professur auszuschreiben.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG