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Am vorgezogenen 15. Spieltag stehen sich Einheit Bernau und Preussen Eberswalde gegenüber

Spannung satt im Barnim-Derby

Dirk Schaal / 11.11.2017, 05:40 Uhr
Eberswalde (MOZ) Ihren 15. Spieltag, den letzten vor der Winterpause, ziehen gleich drei Barnimer Fußball-Brandenburgligisten vor. "Wer weiß, vielleicht liegt bis dahin Schnee und so können wir mit dem Vorziehen des Spiels vielleicht sogar einem Spielausfall zuvorkommen", begründete der Sportliche Leiter von Einheit Bernau, Olaf Skotnik, die Vorverlegung. So kommt es am Sonnabend, Anstoß 14 Uhr, in Bernau zum Barnim-Derby TSG Einheit Bernau gegen Preussen Eberswalde.

Die Gastgeber haben derzeit eine kleine Durststrecke in Sachen Punktgewinn. Erst die überraschende 0:4-Niederlage gegen den FC Eisenhüttenstadt und danach ein 0:2 im Spitzenspiel gegen Ludwigsfelde. Auch wenn Einheit-Trainer Nico Thomaschewski stets den Zeigerfinger gehoben hat und die Spitzenplatzierung seiner Mannschaft als Momentaufnahme sah, hatte man sich bei der TSG schon an das Gewinnen gewöhnt. Nun stellt sich bei den Bernauern die Frage, wie haben sie die beiden Tiefschläge verkraftet? "Es läuft derzeit nicht so rund, nicht nur wegen der beiden Niederlagen. Die Trainingsbeteiligung ist aufgrund persönlicher Probleme nicht so hoch", verriet Thomaschewski. Gleichsam macht er fehlende spielerische Lockerheit als ein Übel der Misserfolge aus. "Die Ansprüche einiger Spieler sind nach den Erfolgen einfach zu hoch, das wirkt sich nachteilig aus", erklärte der Coach. Wie er den Preussen entgegentreten wird, dass will Thomaschewski spontan entscheiden: "Ich setze auf mein Bauchgefühl."

Da kommen eigentlich die Eberswalder (14./8 Punkte) als Aufbaugegner gerade recht. Doch Einheit hat das Heimspiel in der Aufsteiger-Saison 2016/17 gegen eben diese Preussen noch gut in Erinnerung. Da gewannen die in der Tabelle weit unten angesiedelten Eberswalder überraschend am Wasserturm mit 2:0. Einheit musste da einiges Lehrgeld bezahlen, zog aber aus der überraschenden Niederlage die richtigen Schlüsse für die weiteren Ligaspiele und wurde im Aufstiegsjahr gleich Vierter.

Nun stellt sich dieses Jahr die Tabellensituation für beide ähnlich dar. Es wird interessant sein, wie die Gäste nach ihrem ersten Auswärtssieg, dem 4:0 beim Werderaner FC, die Partie taktisch angehen werden. Entscheidend jedoch wird wohl sein, auf welche Spieler die beiden Trainer, Einheits Nico Thomaschewski und Preussens Obrad Marjanovic, für das Derby zurückgreifen können. Bei den Eberswaldern steht der zuletzt Rot gesperrte Stürmer Soheil Gouhari wieder zur Verfügung.

Als drittes Barnimer Brandenburgliga-Team muss der FSV Bernau am Sonnabend gegen den Werderaner FC Viktoria antreten. Eigentlich eine lösbare Aufgabe der Bernauer, wenn da nicht zwei Niederlagen in den letzten Spielen mächtig am Selbstbewusstsein nagen würden. "Wir haben uns in der Mannschaft kritisch mit dem Spiel der Vorwoche auseinandergesetzt. Ich denke, so naiv werden wir nicht mehr auftreten", sagte FSV-Coach Christian Städing dazu. Drei Punkte will er aus Werder mitnehmen, machte er unmissverständlich klar und fügte hinzu, dass man den Gegner natürlich erst nehme. Die beiden Innenverteidiger Christian Amuri und Damir Coric werden nach Verletzungsausfällen wieder in der Bernauer Startelf stehen. "Mit dem bisher Geleisteten in dieser Saison können wir durchaus zufrieden sein. Und es wird auch voraussichtlich noch Niederlagen geben. Da kommt es jedoch dann immer auf das wie an", sagte Städing.

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