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Rautenberg kandidiert für SPD

Erardo Rautenberg ist Direktkandidat der SPD im hiesigen Wahlkreis 60. Foto: Weber
Erardo Rautenberg ist Direktkandidat der SPD im hiesigen Wahlkreis 60. Foto: Weber © Foto: weber
Rene Wernitz / 19.03.2017, 10:04 Uhr
Brandenburg/Mittelmark (MZV) "Wir spüren alle die Aufbruchstimmung unserer Partei in den letzten Wochen. Doch verbleibt für unseren Kandidaten im Wahlkreis 60 nur wenig Zeit, sich bekannt zu machen", so der brandenburgische Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg mit Amts- und Wohnsitz in Brandenburg an der Havel in seiner Rede. "Daher bringe ich meine Bekanntheit im Land und mein bisheriges Engagement gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus ein und stelle mich heute zur Wahl", sagte er am vergangenen Freitag und wurde später zum SPD-Direktkandidaten für die Bundestagswahl am 24. September gewählt.

Einstimmig ging das im mittelmärkischen Borkheide für Erardo Christofero Rautenberg nicht über die Bühne. Im dortigen Hotel "Fliegerheim" hatten sich 53 Delegierte aus den 19 SPD-Ortsvereinen des Wahlkreises 60 (Brandenburg/Havel - Potsdam-Mittelmark I - Havelland III - Teltow-Fläming I) im Hotel "Fliegerheim" versammelt, um für die Bundestagswahl am 24. September ihren Direktkandidaten zu wählen. Erik Stohn, Landtagsabgeordneter aus Jüterbog, hatte seine Kandidatur kurzfristig zurück gezogen. Lisa Price, wie Rautenberg aus Brandenburg an der Havel, die in verschiedenen Gremien der Landes-SPD mitarbeitet, stellte sich dem Votum. In geheimer Wahl erhielt sie eine Stimme. 49 Stimmen gingen an Rautenberg. Es gab drei Enthaltungen.

Der Jurist Erardo Christoforo Rautenberg ist seit 1990 SPD-Mitglied. Bis 1992 war er für die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein tätig. Seit 1996 ist er Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg. Der Sohn deutschstämmiger Farmer in Argentinien wuchs bereits ab dem ersten Lebensjahr in Deutschland auf.

Rautenberg folgt Frank-Walter Steinmeier nach, der 2009 und 2013 das Direktmandat für die SPD im Wahlkreis 60 errungen hatte. Eigentlich wollte sich der Bundesaußenminister erneut um das Mandat bewerben. Da Steinmeier nun aber Bundespräsident ist, brauchten die Sozialdemokraten einen neuen Direktkandidaten.

Die Lorbeeren hängen inzwischen höher. Nachdem die SPD seit 1990 die Direktmandate, teilweise mit bis zu 50 Prozent der Erststimmen, holte, hatte es Steinmeier zuletzt schon schwerer. Immerhin war er 2013 der einzige SPD-Kandidat, der im Land Brandenburg ein Direktmandat für den Bundestag erhielt. Alle anderen gingen an die CDU. Und bei der anstehenden Wahl im September dieses Jahres wird mit der Brandenburger Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann ein christdemokratisches Schwergewicht in den Ring geschickt. Die Linke entsendet die parteilose Anke Domscheidt-Berg aus Fürstenberg/Havel in den Wahlkampf, die in Premnitz geboren wurde. 2014 war sie aus der Piratenpartei ausgetreten.

"Mit Erardo Rautenberg hat Dietlind Tiemann einen ernsthaften Gegner, der gute Chancen bei der Verteidigung des Direktmandats für SPD hat", meinte Hartmut Rubach, einer der fünf Delegierten des Rathenower SPD-Ortsvereins. "Wir werden ihn im Wahlkampf tatkräftig unterstützen und haben ihn bereits nach Rathenow eingeladen."

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