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Für ein präsentes Europa in der Havelstadt

Susanne Melior (re). freut sich, künftig viele Bürger mit ihren Anliegen in ihrem neueröffneten Bürgerbüro begrüßen zu dürfen. Ihr Büro-Nachbar ist dabei ein alter Bekannter: Ralf Holzschuher (li.).
Susanne Melior (re). freut sich, künftig viele Bürger mit ihren Anliegen in ihrem neueröffneten Bürgerbüro begrüßen zu dürfen. Ihr Büro-Nachbar ist dabei ein alter Bekannter: Ralf Holzschuher (li.). © Foto: MZV
Alexandra Gebhardt / 15.11.2017, 14:02 Uhr
Brandenburg (MOZ) Ob der von den Briten 2016 gevotete Austritt aus der Europäischen Union (EU), die stetigen Herausforderungen der Flüchtlingskrise oder die in den Medien präsenten Meldungen zur Separation Kataloniens - die Themen, mit denen sich Susanne Melior als Abgeordnete des Europaparlaments befassen muss, sind vielfältig. Seit 2014 ist sie in Straßburg und Brüssel tätig, sitzt hier im europäischen Gesundheitsausschuss und hat, wie sie sagt, "oft auch mit niedrigeren, aber nicht weniger wichtigen Themen zu tun". Themen, wie sie in jeder Nachbarschaft zu finden sind - auch in Brandenburg an der Havel. Einen gewissermaßen politischen Rückzug in ihre politische Heimat wird Susanne Melior, die 1989 eine der Mitbegründern der Brandenburgischen SPD war, nun mit der Eröffnung ihres Bürgerbüros in der SPD-Geschäftsstelle, Krakauer Straße 3, einleiten. "Als Abgeordnete im Europäischen Parlament vertrete ich die europäischen, deutschen als auch brandenburgischen Interessen. Um das in Einklang zu bringen, möchte ich mich vor Ort umhören, was die Menschen bewegt und sie so oft es geht über meine Arbeit im Europäischen Parlament informieren", gibt Melior zu ihren Beweggründen an, neben dem in Potsdam bereits existierenden Bürgerbüro, einen weiteren Anlaufpunkt in der Havelstadt zu schaffen. Dass die Wahl dabei auf Brandenburg an der Havel und nicht ein anderes Oberzentrum - etwa Cottbus oder Frankfurt an der Oder - gefallen ist, liegt ihren Angaben zufolge vor allem am Wunsch, noch ein Stückchen näher an ihren Geburtsort Havelberg und die vielen Kindheitserinnerungen im Rathenower Raum zu rücken. Ein nicht allzu erfreulicher Grund ist aber auch die niedrige Wahlbeteiligung der Havelstädter bei den Europawahlen. Sie war mit 18,3% im Jahr 2004 und 24,4% im Jahr 2009 deutschlandweit am niedrigsten. Auch das Land Brandenburg bildete in diesen Jahren das Schlusslicht bei der Wahlbeteiligung.

So oft es die Zeit bei 38 Sitzungswochen im Europäischen Parlament und einigen Wochen für Delegationsreisen dabei zulässt, ist sie deshalb in ihrem Wahlkreis - also dem gesamten Land Brandenburg unterwegs - ,einmal im Monat im Potsdamer Büro und voraussichtlich einmal im Quartal im Brandenburger Büro anzutreffen. Als direkten Nachbarn darf Melior dabei einen alten Bekannten begrüßen: Ralf Holzschuher, Landtagsabgeordneter, teilte mit Susanne Melior schon im Alten Potsdamer Landtag ein Büro.

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