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Ein Engagement der besonders leckeren Art

Markos Chamma (re.), seine Frau Hanane (li.) und Obeid Alhamoud haben Spezialitäten aus ihrer Heimat Syrien für die ZF-Azubis gekocht. Foto: Gebhardt
Markos Chamma (re.), seine Frau Hanane (li.) und Obeid Alhamoud haben Spezialitäten aus ihrer Heimat Syrien für die ZF-Azubis gekocht. Foto: Gebhardt © Foto: MZV
Alexandra Gebhardt / 17.06.2017, 14:26 Uhr
Brandenburg (MZV) (age) Sie malern, sie schippen, sie schwitzen - und haben viel Spaß dabei.

Elf Azubis des dritten Lehrjahrs der ZF Getriebe Brandenburg haben in der vergangenen Woche ihr beim 11. Engagementmarktplatz im März geschlossenes Abkommen mit dem Regionalen Diakonischen Werk Brandenburg e.V. eingelöst. "Für uns ist es ja nicht nur Arbeit, sondern einfach mal eine tolle Abwechslung vom normalen Arbeitsrhythmus", so Isabell Gonzales, die - wie alle anderen anwesenden ZF-Azubis - bereits zum dritten Mal dabei ist.

So wurden in den letzten Jahren die Büros der Diakonie gemalert, Möbel zusammengebaut und Teppiche verlegt. In diesem Jahr kam die Hilfe nun dem Treppenhaus der Diakonie, das dringend einen neuen Anstrich benötigte, und der Evangelischen Kita "Kleine Fische", deren Sandkasten einer neuen Füllung bedarf, zugute. Aufgeteilt in kleinen Gruppen wird so an allen Ecken fleißig gearbeitet, ehe zur Mittagszeit ein orientalisch würziger Geruch durch die Räumlichkeiten in der Damaschkestraße zieht. Finanziell von der Wilhelm-Türk-Stiftung unterstützt und mithilfe der Flüchtlingskoordinatorin Bärbel Böer war es dem Regionalen Diakonischen Werk e.V. gelungen, drei Geflüchtete zu gewinnen, die ein Buffet für die Jugendlichen vorbereiten. Leckerer Hähnchensalat, warme Linsensuppe, fritiertes Brote, Fatoush - ein frischer Salat mit arabisch sauerer Sauce - und landestypische Aufstriche wie Humus stehen auf dem reich gedeckten Tisch im Hof der Kita, an dem die Azubis zur Stärkung Platz nehmen. "Es schmeckt alles wirklich sehr gut, teilweise sind es ganz neue Geschmackserlebnisse", so der Tenor bei den Azubis, denen besonders die Linsensuppe mit fritiertem Brot zusagt. "Das isst man in Syrien auch sehr gerne", verrät Markos Chamm, der zusammen mit seiner Frau Hanane und Obeid Alhamoud mehrere Stunden in der Küche stand und sich nun über den Zuspruch der Jugendlichen freut. Schnell entstehen so zwanglose Gespräche zwischen den Azubis und Geflüchteten, man verständigt sich so gut es geht in der neuen Heimatsprache der Syrer, die seit gut eineinhalb Jahren in der Havelstadt leben. Interkulturelle Begegnung geht eben auch durch den Magen.

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