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Edelstahlplatte als Leinwand

Joachim Matz mit Eröffnungsgästen beim Rundgang in seiner neuen Kunsthalle in Zachow. Panta rhei - alles fließt, ein in der Kunsthalle ausgestelltes Metallgemälde.
Joachim Matz mit Eröffnungsgästen beim Rundgang in seiner neuen Kunsthalle in Zachow. Panta rhei - alles fließt, ein in der Kunsthalle ausgestelltes Metallgemälde. © Foto: Balzer
Wolfgang Balzer / 20.03.2017, 08:00 Uhr
Zachow (MOZ) Als am vergangenen Sonnabendnachmittag erste Sonnenstrahlen durch die weit geöffneten Scheunentore auf einige der Kunstwerke fallen, beginnen sie in ungewöhnlicher Art und, je nach Betrachtungswinkel, in zahllosen Varianten zu leuchten.

Joachim Matz, "der mit dem Stahl malt", wie er sich selbst nennt, hat in einer Scheune in der Zachower Dorfstraße auf immerhin 400 Quadratmeter Fläche seine neue Kunsthalle mit derzeitig gut 50 seiner ganz speziell gearbeiteten Kunstwerke eröffnet.

"Meine "Leinwand " ist eine Edelstahlplatte. Die Konturen des Motivs zeichne ich als elektrisch geschweißte Edelstahlwurzel", erläuterte er beim Eröffnungsrundgang seine in der Welt einzigartige Technik. Anschließend werden die "Farben" Schwarz- und Edelstahl, Kupfer, Bronze, Silber, Gold und in letzter Zeit auch Platin auf das Bild gesetzt. Eineinhalb und bis acht Millionen Punkte setzt er so mit seinem Schweißgerät je Metallgemälde. Es seien alles Unikate, fälschungssicher und nicht kopierbar, ist er mit Recht stolz auf seine in der Welt einmalige Maltechnik, deren Ergebnisse bereits in mehreren Ländern auf entsprechenden Kunstausstellungen gewürdigt wurden. Etwa zwei Wochen arbeitet er an einem kleinen Kunstwerk, für ein größeres Gemälde können das aber auch sechs Monate sein, also mehrfach länger als bei jeder anderen traditionellen Maltechnik, wie Matz anmerkte. Zehn Jahre hat er an der Entwicklung dieser neuen Maltechnik gearbeitet.

Entstanden sind dieserart Gemälde mit architektonischen Motiven, Landschaften aber auch Porträts und andere Genres, dazu dekorative Leuchter, künstlerisch gestaltetes aber durchaus nutzbares Mobiliar. Die Vollendung der Kunstwerke gestaltet der Metallmaler durch eine spezielle Bürsttechnik und eine augen- und handgesteuerte großflächige Flammbehandlung. So entstehen Kunstwerke mit bisher nicht gekannter Ausstrahlung. "Ich werde die Anzahl der Exponate noch wesentlich erweitern, dann können sie hier in meiner neuen Kunsthalle zu festgelegten Öffnungszeiten besichtigt und auch erworben werden", informierte Matz. Auch Gruppen und Schulklassen seien nach Anmeldung willkommen. Info: 0151/40783127.

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