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SPD-Chef sieht Dilettanten am Werk

22.07.2016, 22:52 Uhr
Falkensee (MOZ) Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Falkensee, Wolfgang Jähnichen, hat in einem Schreiben an die Verwaltung zwar grundsätzlich und auch ausdrücklich die Initiative des Landkreises Havelland, den Öffentlichen Personennahverkehr per neuem Buskonzept zu verbessern, begrüßt, jedoch gleichzeitig nicht mit Kritik gespart. Vor allem das Planungsbüro steht am Pranger. Jähnichen selbst ist Verkehrsexperte und hat selbst einen der größten deutschen Verkehrsbetriebe geleitet.

"Wir verkennen nicht die Bemühungen, die bislang stiefmütterlich behandelten Ortsteile Finkenkrug, Waldheim und Falkenhöh besser zu erschließen, was in der Stadtverordnetenversammlung schon mehrfach gefordert wurde. Leider mussten wir aber auch feststellen, dass die vorgetragenen Anschlussdetails mit Blick auf den Schienenpersonennahverkehr deutliche nicht hinnehmbare handwerkliche Fehler enthalten", so Jähnichen in dem Schreiben. Kritikadressat ist die Proziv GmbH & Co. KG, die im Auftrag des Landkreises in der vergangenen Woche die Planungen vorgestellt hatte.

Die Hauptträger des Falkenseer ÖPNV sind laut Jähnichen unstrittig die Buslinien 653 und 655. Ihm lägen indes mehr als 20 berechtigte Beschwerden Falkenseer Bürger über die beruhenden Anschlüsse am Falkenseer Bahnhof vor.

"So liegen beispielsweise ganztägig die Abfahrtzeiten der im 60-Minuten-Takt verkehrenden Linie 655 genau eine Minute vor der planmäßigen Ankunftszeit des RE 2 aus Berlin. Im Entwurf des neuen Busnetzes verringert sich dieser Anschluss zwar in der Normalverkehrszeit auf 42 Minuten, was aber auch keinesfalls hinnehmbar ist. Durch solche Fehler entsteht bei großen Teilen der Falkenseer der Eindruck, das neue Busnetz sei von Dilettanten erstellt, womit man den Bemühungen des Landkreises um eine echte Verbesserung des ÖPNV ebenso wenig gerecht wird, wie den grundsätzlichen Ausführungen."

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