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SPD schippert weiter auf Euphoriewelle

Auch Benjamin Grimm, SPD-Direktkandidat, verspürt Rückenwind.
Auch Benjamin Grimm, SPD-Direktkandidat, verspürt Rückenwind. © Foto: Burkhard Keeve
Patrik Rachner / 20.03.2017, 21:01 Uhr
Havelland (MOZ) Effekt hält an: Nachdem Martin Schulz am vergangenen Sonntag in Berlin auch zum Parteivorsitzenden der Sozialdemokraten im Bund mit einhundertprozentiger Zustimmung gewählt wurde, herrscht weiterhin außergewöhnlich gute Stimmung bei den Genossen - im Havelland und im Wahlkreis gleichermaßen.

Während Unterbezirkschef Martin Gorholt von erheblichem "Rückenwind" für seine Parteifreunde hierzulande sprach, der überaus motiviere, hat auch der Direktkandidat im Wahlkreis Oberhavel-Havelland II, Benjamin Grimm, im Vorfeld der im September stattfindenden Bundestagswahlen die bestehende Aufbruchstimmung beschworen. Davon wolle er profitieren, auch mit eigenen Inhalten.

Martin Gorholt feierte das von Schulz erzielte Ergebnis als "überragend". Er habe eine solche Stimmung seit vierzig Jahren nicht mehr erlebt. "Wir spüren den Rückenwind. Das müssen wir nutzen", sagte er. "Ich glaube, wir haben in den Wahlkreisen des Havellandes mit Erardo Rautenberg, Dagmar Ziegler und Benjamin Grimm beste Chancen, die Direktmandate zu holen. Wir sollten entschlossen sein und dafür alles in Waagschale werfen", so sein Appell. Er rechnet zudem mit weiteren Mitgliederzuwächsen.

Grimm selbst sprach von einem "bemerkenswerten Ergebnis". Die "euphorische Aufbruchsstimmung" werde auch ihn tragen, meinte er. "Wir müssen uns nichts vormachen. Natürlich profitiere auch ich momentan vom Martin-Schulz-Effekt. Es wird aber sicher auch Schwierigkeiten geben, obgleich die Lage aktuell stabil bleibt. Deshalb muss und werde auch ich um jede Stimme kämpfen. Die Wechselstimmung ist schließlich spürbar," so Grimm. Für ihn sei es vor allem eine "Genugtuung", dass sie SPD Stimmen von der AfD abziehe, schon allein das sei ein wichtiger Effekt. Mit Blick auf seinen Kontrahenten von der CDU, Uwe Feiler, sieht der Jurist Grimm ein offenes Rennen. Er bezeichnete ihn als netten und umgänglichen Menschen, doch gebe es mit Blick auf inhaltliche Ansätze deutliche Unterschiede. "Ich setze verstärkt auf den Kampf gegen die soziale Ungleichheit und für eine bessere Bildungs- und Familienpolitik." Und: "Solange die Christdemokraten in den sozialen Medien ausschließlich gegen Martin Schulz posten, bin ich beruhigt."

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