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Wolfgang Balzer 19.04.2017 18:54 Uhr
Red. Falkensee, redaktion-fks@brawo.de

landkreise/havelland/falkensee/falkensee-artikel/dg/0/

Das aufklappbare Haus

Tremmen (MOZ) von Wolfgang Balzer

landkreise/havelland/falkensee/falkensee-artikel/dg/0/1/1567850/
 

fks Spielzeugmuseum Tremmen

© MZV

Tremmen. Ein Feinkostgeschäft und eine Konditorei laden im Erdgeschoss zum Einkauf und zum genießen ein, hinter den Gardinen in den oberen Etagen brennt Licht. Henri (4) und Emil (3) aus Tremmen blicken neugierig auf die Fassade des mehr als zwei Meter breiten Puppenhauses. Dann hebt Ilse Krey vom Förderverein des Tremmener Dorfmuseum das Dach.

Die erste Überraschung ist gelungen. Das Familienleben im Dachgeschoss wird im wahrsten Sinne des Wortes bis ins letzte Detail sichtbar, allerdings nicht für Henri und Emil, so hoch ist das Puppenhaus. Die Ketziner Tischlerfirma Bernhard Zimmermann hat vorgesorgt, baute eine Treppe als Spende und nun können auch die Jüngsten einen Blick hinter die Hauswände werfen. Ilse Krey hat aber noch eine weitere Überraschung parat und klappt auch noch die gesamten Hauswände auf. Dort sitzen die Konditorei-Gäste vor ihren winzigen goldgerandeten Kuchentellern, ein Mann liest Zeitung, in den vierzehn Zimmern beleuchten handgefertigten Lüster, Lampen und Kronleuchter das Leben der Hausbewohner, im Kamin flackert das Feuer. Eine Geige hängt an der Wand, eine Brille liegt auf dem Tisch, alles im Miniaturformat und mit ungewöhnlich viel Liebe zum Detail gestaltet.

Mehr als zehn Jahre hat die ehemalige Tremmenerin Birgit Haase die weit über tausend Figuren, Gegenstände und Textilien gesammelt, vieles selbst gestaltet und nun gemeinsam mit Ilse Krey zwei Tage lang sorgfältig das Puppenhaus damit eingerichtet. Seit Ostermontag ist im Dorfmuseum Tremmen zusätzlich zu der bereits laufenden Ausstellung zur örtlichen Ziegeleigeschichte auch noch eine Spielzeugausstellung zu sehen. Henri und Emil interessieren sich mit Mama Helena Paasch inzwischen bereits für die fast drei Quadratmeter große Eisenbahnanlage mit allem was so dazu gehören kann. Am Bahnhof warten Passagiere, Züge fahren durch einen detailgetreu gestalteten Ort und die bergige Umgebung, verschwinden kurz im Tunnel oder wechseln das Gleis. Gebaut hat diese Anlage einst Franz-Jürgen Haase. Ehrenamtlich betreut und gewartet wird sie inzwischen vom Berliner Richard Vogeler, der sie nun dem Dorfmuseum geschenkt hat. Und auch das Puppenhaus ist als Schenkung von Birgit Haase dauerhaft im Dorfmuseum zu sehen.

"Ich bin beiden sehr dankbar. Damit hat das Dorfmuseum zwei Exponate, die nicht nur die Kinderaugen leuchten lassen", freute sich Lothar Lehnhardt, Vorsitzender des Museumsvereines, während der Eröffnung und verwies auch noch auf die umfangreiche Puppensammlung im gleichen Raum. Und die umfasst unter anderem dutzende Sammlerfiguren der Traditionsfirma Margarethe Steiff ebenso wie Käte Kruse-Puppen, Kasperle- und andere Handspielpuppen und natürlich auch einige Teddys. Besichtigt werden können sowohl die Spielzeugausstellung als auch die Präsentation der Ziegeleigeschichte an Wochenenden und Feiertagen von 13.30 Uhr - 17 Uhr oder nach telefonischer Anmeldung unter 033233- 73699.

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