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Silke Schulz 20.04.2017 11:21 Uhr
Red. Falkensee, redaktion-fks@brawo.de

landkreise/havelland/falkensee/falkensee-artikel/dg/0/

Gestaltung der Mittelinsel am Spandauer Kreisel

Falkensee (MOZ) von Silke Schulz

landkreise/havelland/falkensee/falkensee-artikel/dg/0/1/1568034/
 

FKS Spandauer Kreisel

© MZV

Falkensee. Obgleich noch kein Beschluss vorliegt, der eine künstlerische Gestaltung der Mittelinsel am Spandauer Kreisel vorsieht, wurden am Mittwoch auf der Sitzung des Falkenseer Hauptausschusses bereits Detailfragen zum Procedere aufgeworfen. Nachdem sich die Stadtverordneten bereits im Stadtentwicklungs- und zuletzt im Bildungsausschuss diesem Thema gewidmet hatten, kam es auch in diesem Gremium letztlich nicht zu einer abschließenden Entscheidung.

Wird die Mittelinsel des neuen Kreisverkehrs an der Spandauer Straße vom zuständigen Landesbetrieb für Straßenwesen bepflanzt und gepflegt, oder sollte die Stadt Falkensee eingreifen und dies selbst in die Hand nehmen, um das Ganze nicht allzu schlicht wirken zu lassen? Oder könnte vielleicht ein Kunstwerk das Entrée zur Gartenstadt bilden? Und wenn ja, wer könnte das entwerfen, wie hoch wären die Kosten?

Mit den Rahmenbedingungen für einen entsprechenden künstlerischen Wettbewerb sei die Stadtverwaltung nicht vertraut, hatte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) zuletzt im Bildungsausschuss eingewandt. "Die Stadt sollte sich mit dem Landkreis in Verbindung setzen, um in Erfahrung zu bringen, wie eine Ausschreibung dieser Art aussehen könnte", hielt Ursula Nonnemacher als Vorsitzende der antragstellenden Fraktion Grüne/ABü nun auf der letzten Hauptausschusssitzung dagegen.

"Wir sind sicher nicht die erste Stadt, die eine solche Ausschreibung auf den Weg bringt", glaubt auch Amid Jabbour (FDP), dessen Fraktion den Antrag unterstützt, um gegebenenfalls einer "gewissen Straßen bezogenen Uniformitätsentwicklung" entgegenzuwirken.

Daniela Zießnitz (CDU) hingegen könnte sich vorstellen, dass ein Kunstwerk an dieser Stelle eher untergehen würde: "Der Platz hat kaum Aufenthaltsqualität." Vor allem aber sprach sich die Fraktionsvorsitzende dafür aus, zunächst eine Größenordnung hinsichtlich der Anschaffungskosten festzulegen. Ein Sponsoring wäre ebenfalls denkbar.

Gerhard Thürling (Linke) plädierte dafür, möglichst wenig Rahmen zu setzen: "Wir sollten die Künstler nicht in ihrer Kreativität behindern."

Über die Pflegekosten für ein Kunstwerk habe die Stadtverwaltung mit dem Landesbetrieb indes noch nicht verhandelt, erklärte Baudezernent Thomas Zylla auf Anfrage. "Das konnten wir schon deshalb nicht, weil ja noch gar nicht klar ist, um welche Art von Kunstwerk es gegebenenfalls gehen wird. Bisher haben wir nur das Angebot vom Landesbetrieb, pro Quadratmeter 3,50 Euro als Ablöse für die Zukunft zu zahlen, falls die Stadt die Bepflanzung selbst übernimmt. Darüber denken wir allerdings gar nicht nach, denn für diesen Betrag ist die Pflege nicht zu leisten. Es handelt sich ja nicht nur um das Rasenmähen, sondern es muss auch Baumpflege betrieben und der Platz sauber gehalten werden."

1.800 Quadratmeter groß sei dieser Platz, so Bürgermeister Heiko Müller (SPD), der erneut auf den möglichen Ablenkungseffekt eines Kunstwerks bei den Verkehrsteilnehmern hinwies und die Berücksichtigung der Verkehrssicherheit anmahnte: "Das sieht auch der Landesbetrieb so."

Den Vorschlag Ursula Nonnemachers, doch Falkenseer Künstler in die Planung einzubeziehen, unterstützt der Verwaltungschef nicht: "Von den Kunstwerken, die ich etwa in den "Offenen Ateliers' in Falkensee gesehen habe, könnte keines eine solche Fläche füllen. Wir sollten uns deshalb auch außerhalb von Falkensee nach Künstlern umsehen."

Ganz spontan kam von Müller selbst jedoch ein Einfall zur Ausgestaltung: "Vielleicht könnten wir unser Signet als eine Art Schlange über die Fläche kriechen lassen." Möglicherweise findet sich ja ein Künstler, der diese Idee aufgreift.

Fazit der Beratung: Innerhalb der Fraktionen wird noch einmal grundsätzlich diskutiert, welche Gestaltung gewünscht wird, und die Verwaltung wird Erfahrungen vergleichbarer Kommunen erfragen.

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