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Silke Schulz 20.04.2017 16:22 Uhr
Red. Falkensee, redaktion-fks@brawo.de

landkreise/havelland/falkensee/falkensee-artikel/dg/0/

Bürger wollen ernst genommen werden

Falkensee (MOZ) von Silke Schulz

landkreise/havelland/falkensee/falkensee-artikel/dg/0/1/1568108/
 

FKS Sebastian Schmidt

© MZV

Falkensee. Die Konzeptstudie zum Thema Bürgerbeteiligung in der Stadt Falkensee ist abgeschlossen. Nach einer Dokumentenanalyse, gezielten Interviews mit verschiedenen Akteuren sowie einer Befragung aller Einwohner stellte Sebastian Schmidt, Bereichsleiter und Prokurist bei der beauftragten Managementberatung "arf", die Ergebnisse der Auswertung auf der letzten Hauptausschusssitzung vor.

881 Einwohner hatten sich an der Umfrage "Falkensee spricht mit" bis zum Ende des Jahres 2016 beteiligt. Die Teilnahme war für alle Falkenseer sowohl online als auch via Fragebogen im Amtsblatt möglich, außerdem waren 200 zufällig ausgewählte Bürger der Stadt durch das Büro für Vielfalt angeschrieben worden. Bei der offenen Befragung erfolgte die Mehrzahl der Rückmeldungen online.

An der Umfrage beteiligten sich 45- bis 64-jährige Falkenseer überdurchschnittlich, während durch das persönliche Anschreiben die Altersgruppe der 19- bis 44-Jährigen am wenigsten erreicht wurde.

25- bis 64-Jährige machen insgesamt 81% aller Teilnehmenden aus. Aktuell stellt diese Altersgruppe aber nur 55,3% der Gesamtbevölkerung dar.

Das Verhältnis der teilnehmenden Frauen und Männer war ausgeglichen, was auch der Zusammensetzung der Falkenseer Bevölkerung entspricht. Teilnehmende mit Hochschulabschluss sind überrepräsentiert.

34,6 Prozent der Teilnehmenden aus der Brief-Umfrage gaben an, ausreichend oder eher ausreichend zum Thema informiert zu sein. Die offene Umfrage ergibt hierbei nur 26,7 Prozent.

Rund 70 Prozent der Umfrageteilnehmer haben an der Bürgerbeteiligung zum Anliegerstraßenbau teilgenommen, wobei nach Auffassung der Berater der Anliegerstraßenbau nicht unter die Rubrik "Bürgerbeteiligung" gehört, da kaum Gestaltungsspielraum vorhanden ist.

Die Verbindlichkeit von Vereinbarungen ist für einen Großteil der Umfrageteilnehmer ein wichtiges Anliegen. Die Bürger wünschen sich die Deckung ihres Informations- und Kommunikationsbedarfs, wollen ernst genommen werden.

Transparenz über die Intention des jeweiligen Beteiligungsverfahrens sowie Gestaltungsspielräume sind ebenfalls wichtige Punkte. "Bürger erwarten da "klare Kante' - lieber den Grund benennen, aus dem ein Vorhaben nicht umgesetzt wurde, als das Thema jahrelang unerwähnt lassen", empfahl Sebastian Schmidt.

Qualitätssteigerung durch Professionalität bei Konzeption, Durchführung, Moderation, Evaluation und begleitender Öffentlichkeitsarbeit und Optimierung der Strukturen der Bürgerbeteiligung gehören ebenfalls zu seinen Vorschlägen. Beeindruckt zeigte sich Schmidt gleichwohl von den bisherigen Aktivitäten der Stadt: "Es ist beachtlich, was Sie hier schon auf den Weg gebracht haben."

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurden durch Dr. Linus Strothmann, Ansprechpartner für Bürgerbeteiligung in der Stadtverwaltung Falkensee, schon Maßnahmen zur Verbesserung geplant, andere bereits umgesetzt, etwa die Einrichtung eines neuen Bereichs auf der Stadt-Homepage mit Auflistung aller Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten sowie umfassender Aufklärung zu den verschiedenen Formen. Auch eine Broschüre zu den wesentlichen Grundsätzen wird demnächst im Bürgeramt ausliegen. Ankündigungen zu Bürgerbeteiligungsverfahren finden Interessierte in Presse, Amtsblatt oder auf der Internetseite der Stadt.

Geplant sind daneben unter anderem die Erstellung klarer Richtlinien zu diesen Verfahren und der Aufbau eines Moderatorenpools in der Verwaltung.

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