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Noch acht Monate bis zur geplanten Wiedereröffnung

Mal staunen sie, mal wundern sie sich: Synodale mit Ar-chitekt Ronald Mewes (Mitte) vor Ort.
Mal staunen sie, mal wundern sie sich: Synodale mit Ar-chitekt Ronald Mewes (Mitte) vor Ort. © Foto: Meynersen
Klaus Meynersen / 18.06.2017, 00:02 Uhr
Zeestow (MOZ) Eine außerordentliche Kreissynode hat die finanziellen Mittel bereit gestellt, um die Sanierung und Modernisierung des Rüst- und Freizeitheims Zeestow fortsetzen zu können. Der Kirchenkreis Falkensee plant, die leer stehende Begegnungsstätte bis 1. März 2018 wieder zu eröffnen.

Zu der Sondersitzung kam es, weil die baulichen Kosten für das Heim erheblich gestiegen sind. Der beauftragte Architekt Ronald Mewes aus Dallgow nannte dafür mehrere Ursachen. Dazu gehören Schäden, die sich erst nach Abriss der Innenwände zeigten, Auflagen der kommunalen Bauaufsicht sowie allgemein gestiegene Kosten als Folge der Baukonjunktur.

Den Synodalen lag eine umfangreiche Broschüre vor, die vom Kreiskirchenrat in Auftrag gegeben und von Mewes zusammen mit dem Kuratorium des Rüstheims erarbeitet wurde. Darin schlägt der Haushaltsausschuss-VorsitzendePfarrer Steffen Schumann - nach regem E-Mail-Austausch im Ausschuss, Abstimmung mit der Leiterin des Kirchlichen Verwaltungsamts, Kornelia Michels, und dem Vorsitzenden der Kollegialen Leitung des Kirchenkreises, Pfarrer Dr. Bernhard Schmidt - vor, im Haushaltsjahr 2017 zusätzliche Bauausgaben von 203.000 Euro und im Haushaltsjahr 2018 einen Puffer von 35.000 Euro für derzeit unkalkulierbare Kosten einzusetzen.

Auf dieser Grundlage sprach sich der Kreiskirchenrat, der den Kirchenkreis leitet, in einer kurz vor der Sondersynode erstellten Beschlussvorlage dafür aus"die Kreissynode möge - vorbehaltlich der Prüfung durch das Kirchliche Bauamt - der Darstellung des Architekten Ronald Mewes bezüglich der erwarteten Mehrkosten zustimmen und die dafür erforderlichen Mittel in Höhe von maximal 203.000 Euro für 2017 und eine Pufferfinanzierung in Höhe von maximal 35.000 Euro für 2018 aus dem laufenden Haushalt und aus der Baurücklage bereitstellen."

Andere Anträge favorisierten Baustopp, Abriss, Neubau, Beauftragung von Sachverständigen oder Vertagung. Nach langer, oft kontroverser Diskussion und einem Abstimmungsmarathon verabschiedete die Sondersynode unter Vorsitz von Präses Ditmar Lümmen schließlich die Beschlussvorlage.

Nach Zeestow kommt, wer eine Kinder- und Jugendfreizeit, ein Chorwochenende oder ein Seminar durchführen möchte, wer ein modernes und behindertengerechtes Gruppenhaus sucht, Lust auf die Weite des Havellandes mit seinen Feldern, Wäldern und Gewässern hat, wer einen spirituellen Ort in einer alten Dorfkirche sucht, wer Zeit einmal ganz neu und ganz anders erleben will.

Am Donnerstag treffen sich Ronald Mewes, Roland Stolt und ein Bauausschuss-Mitglied mit der Leitung der kirchlichen Bauaufsicht, um dieser Vision von Wolfgang Levin ein Stück näher zu kommen.

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