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Nachklingendes Konzerterlebnis in der Paretzer Scheune

Gefeierte Generalprobe des Silk Road Symphony Orchestra in der Paretzer Scheune.
Gefeierte Generalprobe des Silk Road Symphony Orchestra in der Paretzer Scheune. © Foto: Balzer
Wolfgang Balzer / 17.07.2017, 10:44 Uhr
Paretz (MOZ) Mit minutenlangem Beifall dankte das Publikum den 70 Musikern aus 20 Ländern für ein beeindruckendes und lange nachklingendes Konzerterlebnis unter anderem mit dem 1. Violinkonzert in D-Dur von Sergej Prokofjev und der wunderbaren 7. Sinfonie in A-Dur von Ludwig van Beethoven.

Es war anlässlich des 70. Geburtstages von Dr. Helga Breuninger die Generalprobe des Silk Road Symphony Orchestra in der Paretzer Scheune für den bevorstehenden Auftritt in der Heilig-Geist-Kirche in Berlin-Dahlem. Als Solist des Violinkonzertes brillierte der russische Musiker Aylen Pritchin, einer der gefragtesten und vielseitigsten Violinsolisten seiner Generation. Jan Moritz Onken dirigierte sehr souverän die Profi-Musiker aus der ganzen Welt zwischen New York, Teheran, Cape Town, Berlin, Peking und Tokio, die erstmals in dieser Zusammensetzung spielten und sich eine Woche in Paretz auf die Auftritte vorbereitet hatten. Mit fortschreitender Musizierdauer löste sich die Anspannung der Generalprobe hörbar und Jan Moritz Onken, der am Konservatorium in St. Petersburg studierte und bereits als Gastdirigent zahlreiche Erfahrungen in den verschiedensten Ländern sammeln konnte, führte die Musiker in Beethovens 7. zu einer gelösten Musizierweise, die die Zuhörer in der fast voll besetzten Kulturscheune mit ihrer bewundernswert guten Akustik zu Standing ovations animierte.

Inspiriert vom 5th BMW Foundation Global Table in Tansania hat Dirigent Jan Moritz Onken das Silk Road Symphony Orchestra ins Leben gerufen. Die Initiative will die Beziehungen zwischen den Menschen entlang der Seidenstraße von China über Zentralasien und Russland bis nach Spanien mittels klassischer Musik verbessern. Das Orchester feierte sein Debüt im Juni 2016 in Berlin mit einer Aufführung von Werken von Strauss, Stravinsky und des chinesischen Komponisten Qigang.

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