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Kaufverhandlungen laufen

Blick vom Rathaus auf ehemalige ROW-Produktionsgebäude.
Blick vom Rathaus auf ehemalige ROW-Produktionsgebäude. © Foto: weber
Simone Weber / 12.10.2017, 16:59 Uhr - Aktualisiert 12.10.2017, 19:24
Rathenow (MOZ) In Rathenows City verfallen seit 1995 die früheren Produktionsstätten der Rathenower Optischen Werke (ROW). Die Brache umfasst eine Fläche von insgesamt etwas mehr als 30.000 Quadratmeter. Knapp 15.000 Quadratmeter und noch einmal knapp 3.000 Quadratmeter hinter und neben der Volksbank, die zum Gesamtareal gehören, sind Eigentum der Fielmann AG. Etwas mehr als 3.000 Quadratmeter gehören zum Rathausobjekt, das Fielmann bislang an die Stadt vermietete, und etwas mehr als 11.000 Quadratmeter verwaltet die Askania-Immobilienverwaltung. Ein Investor steht bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen. Die Kaufverhandlungen laufen. Derzeit sind noch keine Verträge zum Erwerb der Grundstücke unter "Dach und Fach", wie BRAWO erfuhr. Möglicherweise könnte es aber noch vor Jahresende zu entsprechenden Vertragsunterzeichnungen kommen.

Anfang Dezember 2015 hatte Diplom-Ingenieur Christian Wernicke Ideen zur Entwicklung von Handel, Gewerbe und Wohnraum den Stadtverordneten im Bauausschuss vorgestellt. Der Rathenower ist Mitgesellschafter des Berliner Projektbüros SMV, mit Niederlassungen in Hamburg, Frankfurt/Main und München, mit rund 60 Mitarbeitern, das seit 30 Jahren Bauprojekte für Investoren umsetzt. SMV beabsichtigt, gemeinsam mit der Focus Real Estate in München, die knapp 30.000 Quadratmeter, ohne das Rathaus, von der Fielmann AG und der Askania-Immobilienverwaltung zu erwerben. Das Rathaus war nie Bestandteil der Pläne. Derweil hat bekanntlich nun die Stadt das Objekt nach entsprechendem Bürgerentscheid erworben. Noch ist sie Mieterin.

Wernicke schätzte seinerzeit das Investitionsvolumen auf 15 bis 25 Millionen Euro. "Hier soll keine Lidl-Blechbüchse entstehen. Das wäre hier in der Innenstadt falsch", so Wernicke im Bauausschuss. "Ein Teil der Gründerzeitgebäude könnte erhalten werden. Der Rest würde abgerissen werden." Er sieht, nach damaligem Bekunden, in dem innerstädtischen Areal große Chancen, auch Berliner als neue Rathenower Bürger zu gewinnen. "Die Wohnsituation im nördlichen Bereich um Berlin gibt nicht mehr viel her. Rathenow ist noch entwickelbar."

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