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Katrin Hartmann 11.03.2017 07:29 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Musik aus der Zuckerfabrik

Thöringswerder (MOZ) In Sachen Umgestaltung hat sich auf dem Areal der alten Zuckerfabrik Thöringswerder in den vergangenen Jahren viel getan. Nun sollen auch Kulturschaffende die Möglichkeit bekommen, das Gelände zu nutzen. Der Verein Village Kulturlabor ist einer der ersten Aspiranten.

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Es gibt viel zu tun: Martin Genßler, Vorsitzender des Village Kulturlabors, ist mit der Organisation seines noch jungen Projekts beschäftigt. Der Verein will die alte Zuckerfabrik Thöringswerder in einen Anlaufpunkt für Kulturschaffende umwandeln.

© MOZ/Katrin Hartmann

Ein Blick, der inspiriert. Kaum an einem anderen Ort ist der Ausblick ins Oderbruch besser, als aus den Zwillingstürmen der alten Zuckerfabrik Thöringswerder. Diesen können in nächster Zeit auch diverse Künstler schätzen lernen.

Einer, der bereits jetzt täglich aus dem Fenster schaut, ist Martin Genßler. "Ich kannte die alte Fabrik bislang nur aus der Skyline des Oderbruchs", sagt der 29-Jährige. "Jetzt weiß ich, wie es von hier oben aussieht", fügt er hinzu. Zu verdanken hat er den Zutritt zu dem alten Areal Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert. Er vermittelte zwischen Genßler und Ulrich König, Geschäftsführer der Alternativen Stoff- und Energieverwertung GmbH (ASE), die auf dem Gelände seit 1998 ansässig ist. Jetzt verbringen Genßler und König fast jeden Tag dort zusammen. Denn sie haben eine gemeinsame Vision: die alte Zuckerfabrik als Anlaufstelle für Kultur und Kulturschaffende.

Irgendwie passte es wie der Deckel auf den Topf. Martin Genßler war auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für den neu gegründeten Verein "Village Kulturlabor" und Ulrich König hatte auf dem eindrucksvollen Fabrikgelände davon mehr als genug zu bieten.

Das Village Kulturlabor will ein Loch stopfen, welches Martin Genßler bereits seit mehreren Jahren ein Dorn im Auge ist. "Es gibt nur wenige Räume, die Musikern im Oderbruch frei zur Verfügung stehen", sagt der 29-Jährige, der seit vielen Jahren in der Wriezener Band "Helio" singt. "Wir haben selbst ewig nach geeigneten Räumen für unsere Bandproben gesucht", so der Vereinsvorsitzende.

Mit dem Verein ist in den vergangenen Monaten auch Helio als erste Band in die Zuckerfabrik eingezogen. "Der perfekte Ort, um ungestört zu proben", meint Martin Genßler, denn in dem Gebäude störe es niemanden, wenn auch nach 22 Uhr noch laut Musik ertönt.

Dieses Privileg sollen, so findet der Vereinsvorsitzende, auch andere Künstler bekommen. "Der Verein plant, Technik zu verleihen oder Workshops für Musiker und andere Künstler anzubieten", erklärt Genßler. Um genügend Ausstattung vorzuweisen, ist der Vereinsvorsitzende zurzeit im Gespräch für Fördermittel. "Es sieht nicht so schlecht aus", sagt er. Eine Entscheidung soll im April fallen. "Wir sind natürlich immer daran interessiert, weitere Förderer zu gewinnen."

Das Village Kulturlabor ist allerdings nur ein Akteur in einem weiten Feld von Kulturschaffenden. Vorher hat bereits ein Messerschmied aus Leegebruch bei Oranienburg auf dem Gelände ausgestellt. Ulrich König hat zudem weitere Projekte im Visier: eine Streuobstwiese, ein Emaillierwerk, eine Ausstellung zu Lehmbauten sowie geologische und/oder archäologische Sammlungen. Von einem Projekt träumen Martin Genßler und Ulrich König gemeinsam - die Türme der alten Fabrik als Plattform für Konzerte. Eins ist sicher: Der Schall wird weit ins Oderbruch reichen.

Spendenkonto: IBAN: DE09 1705 4040 0020 0459 80, BIC: WELADED1MOL, Kontoinhaber: Village Kulturlabor, Verwendungszweck: Spende Village Kulturlabor e.V., E-Mail: info@village-festival.de

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